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Mathias Grünewald

Matthias Grünewald (auch Mathis Gothardt Neithardt und Matthias von Aschaffenburg)

Matthias Grünewald (um 1475/80 – 1528) war ein deutscher Maler und Zeichner, der zu den großartigsten und wichtigsten Künstlern der expressiven Spätgotik in Europa zählt.

Grünewald – ein Maler, von dem kaum etwas überliefert und wenig von seinem Werk geblieben ist. Von den 25 Gemälden des Künstlers zählen allein neun davon zu den drei Schauseiten des Isenheimer Altars. Daneben existieren noch 35 Zeichnungen, die Auskunft über das einzigartige Schaffen des Künstlers geben.

Mit akribischer Geduld und zeichnerischem Können entstanden auch seine Studien, die er mit Kohlestift, Fixierlösung und Bleiweiß kunstvoll ausarbeitete.

Grünewalds Themen waren hauptsächlich Kreuzigungen, Verkündigungs- und Auferstehungsszenen, die sich u. a. als kunstvolle Darstellungen auf dem „Isenheimer Altar“ des Antoniterklosters in Isenheim befinden.

Zu seinen weiteren Werken zählen „Hl. Elisabeth von Thüringen“, „Märtyrerin mit Palmenzweig (Hl. Lucia)“, „Das Weihnachtsbild“ und „Die Jungfrau Maria und das Christkind“.

Leben

Matthias Grünewald wurde um 1475/80, als Mathis Gothardt Neithardt, (wahrscheinlich) in Würzburg geboren.

Wann und bei wem der Künstler im Laufe der Jahre die Malerei erlernte, ist nicht überliefert. Vermutet wird aber, dass er sich u. a. mit den Werken von Holbein d. Ä., Dürer und Cranach d. Ä. auseinandergesetzt hatte und ihm die niederländische und italienische Malerei nicht fremd war.

Anfang des 15. Jahrhunderts ließ sich Grünewald von der frisch aufgekommenen Ton-in-Ton-Malerei aus den Niederlanden inspirieren und begann sie für seine Zwecke einzusetzen und zu variieren.

Auch wenn viele Bereiche im Leben des deutschen Malers im Dunkeln liegen, so weiß man sicher, dass er u. a. in Aschaffenburg, Halle, Mainz sowie in Isenheim tätig war.

Eine besonders große Leidenschaft entwickelte Grünewald für Christi-Darstellungen, die er immer wieder mit einer sehr eindrucksvollen Intensität bedachte.

Ab dem Jahr 1505 lebte und arbeitete der Maler dauerhaft in Aschaffenburg, wodurch sich vermutlich auch der Name: „Matthias von Aschaffenburg“ erklären lässt.

Wie auch andere Künstler seiner Zeit beschäftigte sich Grünewald mit verschiedenen Tätigkeiten u. a. auch als sogenannter Wasserkunstmacher, was so viel bedeutet wie ein Wasserbauingenieur.

So wurde der Maler im Jahr 1510 beauftragt, den Brunnen auf der Burg Klopp bei Bingen a. Rhein wieder instand zu setzen. Daneben beaufsichtigte er auch Neu- und Umbauarbeiten u. a. in der Aschaffenburger Burg.

Im Antoniterkloster in Isenheim schuf Grünewald etwa in den Jahren 1512 bis 1516 die Gemälde auf den Altarflügeln und dem Sockel. Diese Arbeit gilt nicht nur als Hauptwerk des Künstlers, sondern zählt auch zum Hauptwerk der deutschen Malerei.

Nach Beendigung der Arbeiten im Antoniterkloster wurde Grünewald Hofmaler des neuen Erzbischofs von Mainz, Albrecht von Brandenburg. Diese Tätigkeit beinhaltete außerdem die Überwachung von Bauvorhaben in Halle a. d. Saale.

Im Jahr 1526 verließ der Künstler den Hof und zog nach Frankfurt am Main. Hier arbeitete er als Seifenmacher, bis er im Sommer 1527 wieder zurück nach Halle a. d. Saale kehrte, um für die Stadt Magdeburg eine Zeichnung anzufertigen.

Am 31. August 1528 starb Matthias Grünewald schließlich in Halle a. d. Saale.

Aktuell

Den bedeutendsten Bilderbestand des deutschen Jahrhundertkünstlers besitzt die „Staatliche Kunsthalle Karlsruhe“. Allein vier Gemälde und eine Zeichnung des gekreuzigten Jesus Christus werden in den Hallen beherbergt und bieten eine spannende Begegnung mit dem geheimnisvollen Maler Grünewald.

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