Albrecht Dürer

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Albrecht Dürer

Albrecht Dürer

Albrecht Dürer (1471 – 1528) war ein deutscher Maler, Kupferstecher und Mathematiker der Renaissance. Aufgrund seiner außergewöhnlichen handwerklichen Fähigkeiten zählt Dürer zu den größten Künstlern aller Zeiten.

Dürers Werke begeistern auch heute noch mit ihrer herausragenden Detailgenauigkeit, die sich bei seinen berühmten Bildern „Junger Feldhase“ und „Die betenden Hände“ besonders deutlich erkennen lässt. Sein Bestreben war es, die Natur so realistisch wie möglich wiederzugeben und sie nicht zu idealisieren.

Dürers bevorzugte Themen waren Porträts wie beispielsweise „Jakob Fugger, der Reiche“, „Brustbild einer jungen Venezianerin“ und „Selbstbildnis als 13-Jähriger“, aber auch religiöse Andachtsbilder wie „Maria als Schmerzensmutter“, „Adam und Eva“ und „Rosenkranzfest“. Landschafts- und Tiermotive komplettieren seine Themenpalette.

Die drei veröffentlichten Bücher Dürers zeigen, wie intensiv er sich mit den theoretischen Grundlagen seiner Kunst, der Geometrie und den menschlichen Proportionen auseinandersetzte. Die daraus resultierenden Erkenntnisse dienten als Impulsgeber für die späteren Arbeiten von Johannes Kepler und Galileo Galilei.

Dürers Gesamtwerk umfasst rund 125 Gemälde, etwa 300 Holzschnitte, circa 100 Kupferstiche und über 1000 Zeichnungen.

Leben

Am 21. Mai 1471 wurde Albrecht Dürer in Nürnberg geboren.

Bereits im Alter von dreizehn Jahren schuf der Junge schon wahre Kunstwerke, darunter eines seiner berühmtesten Selbstporträts.

Nach dem Besuch der Lateinschule bildete ihn sein Vater in seiner Goldschmiedewerkstatt aus. Um seinen zeichnerisch begabten Sohn zu fördern, schickte er ihn im Alter von 17 Jahren zu dem damals berühmtesten Künstler Nürnbergs in die Lehre. Michael Wohlgemut sollte den jungen Dürer als Maler ausbilden.

1490 beendete Albrecht Dürer seine Ausbildung und begab sich auf seine erste größere Wanderschaft. Er besuchte den Oberrhein, Basel, Colmar und Straßburg.

Nach vier Jahren kehrte er nach Nürnberg zurück. Durch seine Heirat 1494 mit Agnes Frey erhob er sich aus dem Stand der Handwerker in den Stand der Bürger.

Im November desselben Jahres machte sich Albrecht Dürer auf zu einer Studienreise nach Italien. In Venedig schuf er Landschaftsaquarelle sowie verschiedene Selbstporträts.

Mit vielen neuen Eindrücken und Inspirationen im Gepäck kehrte er 1495 nach Nürnberg zurück. Hier entstand im selben Jahr sein Werk „Wittenberger Altar“. Er begann mit einem Selbststudium im Bereich der Mathematik und der Architektur.

Im Jahr 1500 entstand ein weiteres sehr bedeutendes Selbstporträt mit dem Titel „Selbstbildnis im Pelzrock“. Eine Darstellung, die eine starke Ähnlichkeit zu Jesus Christus aufweist.

Fünf Jahre später reiste Dürer erneut nach Italien, wo er 1506 in Venedig das Altarbild „Rosenkranzfest“ schuf. Hierbei handelte es sich um eine private Auftragsarbeit.

Inzwischen war Albrecht Dürer sehr berühmt und verdiente mit seinen Holzschnitten und Kupferstichen so gut, dass er sich 1509 ein Haus (das heutige Albrecht-Dürer-Haus) in der Nähe der Kaiserburg in Nürnberg kaufte.

Im Jahr 1512 trat er in den kaiserlichen Dienst Maximilian I. ein und schuf Randillustrationen für dessen Gebetbuch. Darüber hinaus verdankte er ihm weitere lukrative Aufträge.

Im Jahre 1513 ernannte ihn die Stadt Nürnberg zu ihrem Ehrenbürger.

Als 1519 sein Gönner Maximilian I. starb, brach auch gleichzeitig Dürers Jahresgehalt von 100 Gulden weg. Obwohl ihm der Kaiser dieses Geld auf Lebenszeit bewilligt hatte, verweigerte der Stadtrat ihm weitere Zahlungen.

Um seinen Anspruch bei dem neuen Kaiser geltend zu machen, reiste Dürer in Begleitung seiner Frau und mit einigen Kunstwerken im Reisegepäck in die Niederlande. Hier wurde er bei Karl V. vorstellig, der die Weiterzahlung der ihm versprochenen Gelder genehmigte.

1526 schuf Albrecht Dürer mit „Die vier Apostel“ sein letztes Gemälde, das er der Stadt Nürnberg vermachte.

Am 06. April 1528 starb Albrecht Dürer in seiner Heimatstadt Nürnberg.

Aktuell

Das „Albrecht-Dürer-Haus“ in Nürnberg bietet laufend Führungen durch die Räume des ehemaligen Künstlerhauses und heutigen Museums an. Hier kann man sich in Wechselausstellungen verschiedene Kunstwerke, aber auch kostbare Kopien der Dürer-Gemälde anschauen und sich auf die Spuren dieses einzigartigen Ausnahmekünstlers begeben.