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Heinrich Vogeler
Heinrich Vogeler
Heinrich Vogeler: Die blaue Stunde (Barkenhoff). 1914

Heinrich Vogeler

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Details

Johann Heinrich Vogeler

Johann Heinrich Vogeler (1872 – 1942) war ein deutscher Künstler und bedeutender Vertreter des Jugendstils, der u. a. als Maler, Grafiker, Architekt, Designer, Pädagoge und Schriftsteller tätig war.

Der vielseitig schaffende Vogeler war Mitbegründer der „Künstlerkolonie Worpswede“ und bewohnte viele Jahre das bekannte Gebäude „Barkenhoff“, das Anfang der 1900er Jahre zum Zentrum der künstlerischen Bewegung wurde.

Auch die Werke „Die blaue Stunde (Barkenhoff)“, „Sommerabend“ (Das Konzert“, "Weißer Phlox" und „Mein Garten“ dokumentieren eindrucksvoll die Liebe, die Vogeler seinerzeit für sein wundervolles Worpsweder Anwesen empfunden hat.

Leben

Johann Heinrich Vogeler wurde am 12. Dezember 1872 als Sohn des Eisengroßhändlers Carl Eduard Vogeler und dessen Frau Marie Luise in Bremen geboren.

Der Familie ging es finanziell gut und so wuchs der kleine Heinrich, als zweites von sieben Kindern, in geordneten Verhältnissen auf.

Nach Beendigung der mittleren Reife sollte der Junge im väterlichen Betrieb seine Lehre beginnen. Doch Vogeler fehlte das Interesse an einer beruflichen Zukunft im Eisenhandel und so willigte sein Vater schließlich ein, ihm ein Kunststudium an der Akademie in Düsseldorf zu finanzieren.

1890 begann der siebzehnjährige Vogeler mit seinem Studium. Zwei Jahre später begab er sich auf eine erste Studienreise, die ihn u. a. nach Holland, Brügge, Genua, Rapallo und Paris führte.

Im Herbst 1894 starb der Vater und Vogeler verkaufte den Eisenhandelbetrieb in Bremen.

Bald darauf schloss er sich seinem Malprofessor Fritz Mackensen an und wurde Mitglied der „Künstlerkolonie Worpswede“. Hier traf er auch auf andere Malerkollegen wie Hans am Ende, Otto Modersohn, Fritz Overbeck und Carl Vinnen, die diese Lebens- und Arbeitsgemeinschaft ins Leben gerufen hatten.

Aus dem Erbe seines Vaters kaufte Vogeler eine reetgedeckte Bauernkate, die bisher in Worpswede-Ostendorf als Rauchhaus genutzt wurde. Zwei Jahre später erhielt das Haus den Namen „Barkenhoff“ (Birkenhof).

1897 nahm der Künstler mit einigen Gemälden und Grafiken an der Internationalen Kunstausstellung in Dresden teil. In dieser Zeit entstanden auch seine ersten biografischen Werke.

Im Frühling 1898 reiste Vogeler nach Florenz, wo er dem Dichter Rainer Maria Rilke begegnete. Im Herbst desselben Jahres begannen dann die Umbauarbeiten am Barkenhoff und Rilke spendete den Text für den Haus- und Segensspruch auf dem Nordgiebel des Gebäudes.

1899 hielt sich der Künstler in München auf und entwarf Illustrationen für die Zeitschrift „Die Insel“. Zudem unterstützte er den Verleger mit Ideen und Arbeiten für dessen luxuriöse Wohnungseinrichtung.

Im folgenden Jahr verbrachte Vogeler viel Zeit in Worpswede, wo Rilke von August bis Oktober bei ihm im „Barkenhoff“ zu Gast war. Auch andere Künstler kamen hier regelmäßig zusammen und Vogelers Wohn- und Atelierhaus wurde zum Mittelpunkt des kunstschaffenden Freundeskreises.

1901 heiratete der Maler die Lehrertochter Martha Schröder. Im selben Jahr kam die gemeinsame Tochter Mieke zur Welt. Zwei weitere Töchter, Bettina und Martha, wurden 1903 und 1905 geboren.

Im Geburtsjahr seiner dritten Tochter verlieh ihm der Großherzog die „Große Goldene Medaille“ für Kunst und Wissenschaft.

1906 gründete Franz, einer der Brüder Vogelers, gemeinsam mit seiner Schwägerin das Kunstgewerbehaus in Worpswede. Von hier aus trieben sie Handel mit den Werken des Malers und den Produkten der anderen Worpsweder Künstler.

Zwei Jahre später eröffneten die Vogeler-Brüder die „Worpsweder Werkstätte“, wo Möbel nach den Entwürfen des Künstlers gefertigt wurden. Zudem widmete sich der Maler mehr und mehr der Architektur.

1910 wurden dann auf der „Brüsseler Weltausstellung“ die Werke der „Worpsweder Werkstätte“ ausgezeichnet.

Die künstlerische Karriere Vogelers verlief sehr erfolgreich, jedoch befand sich seine Ehe inzwischen auf dem Tiefpunkt und schien nur noch auf dem Papier zu existieren. Auch seine finanzielle Lage begann ihm erstmals Sorgen zu bereiten.

1914 meldete er sich freiwillig zum Militärdienst und wurde zwischen 1915 und 1917 in Südost- und Osteuropa eingesetzt, wo er sich hauptsächlich als Militärmaler betätigte.

1920 trennte sich Martha von ihrem Mann und bezog mit ihren Töchtern ein ehemaliges Haus in dem Dorf Lüningsee. Dank der finanziellen Unterstützung Vogelers konnte die alte Moorkate in Worpswede wieder neu aufgebaut werden.

Für ihn selbst wurde die „Barkenhoff-Gemeinschaft“ zur Familie. Für die Kinder auf dem Anwesen entwarf er neben pädagogischen Erziehungsplänen auch eine Alternative zum bürgerlichen Schulunterricht.

Nach der Scheidung von seiner Frau im Jahr 1926 heiratete Vogeler seine Lebensgefährtin Sonja Marchlewska.

Fünf Jahre später reiste er in die Sowjetunion, um sich hier an der Standardisierung des Bauwesens zu beteiligen. Die Machtübernahme der Nationalsozialisten verhinderte seinen Rückweg nach Deutschland im Jahr 1933.

Ende der 1930er Jahre hielt sich Vogeler in Odessa auf. Hier entwarf er eine Puppenbühne, samt Kleidung, Köpfe der Figuren sowie entsprechende Bühnenbilder.

1941 wurde seine zweite Ehe geschieden. Mittlerweile betätigte sich der Künstler auch journalistisch und hielt Radioansprachen gegen Hitler.

Im Spätsommer 1941 wurde Vogeler nach Kasachstan zwangsevakuiert. Hunger und Kälte setzten ihm schwer zu. Eine finanzielle Unterstützung aus seiner Heimat erreichte ihn zu spät.

Am 14. Juni 1942 starb Johann Heinrich Vogeler völlig entkräftet in einem Krankenlager im Kolchos Budjonny bei Kornejewka.

Aktuell

Im Haupthaus des denkmalgeschützten „Barkenhoff“ befindet sich heute das „Heinrich-Vogeler-Museum“, in dem das künstlerische Erbe des deutschen Malers aufbewahrt wird.

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