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Paul Klee
Paul Klee

Biografie von Paul Klee

Paul Ernst Klee (1879 - 1940) war einer der bedeutendsten deutschen Maler und Grafiker der klassischen Moderne des 20. Jahrhunderts. Bereits als kleiner Junge übte sich Klee im Zeichnen und wurde mit den Jahren zu einem vielseitigen Maler, der sich in seinem künstlerischen Schaffen fortwährend weiterentwickelt hatte.

Bilder von Paul Klee

Neben unzähligen Radierungen und Aquarellen entstanden auch zahlreiche Gemälde, Plastiken, grafische Blätter und journalistische sowie literarische Texte. Besonders berühmt wurde Paul Klee schließlich mit Werken wie Asiatische Gaukler, Zwillinge, Festungsbau und Kinder vor der Stadt inspirieren bis heute Maler und Zeichner auf der ganzen Welt und begeistern das Publikum immer wieder aufs Neue.

Kindheit des Künstlers

Paul Klee wurde am 18. Dezember 1879 als Sohn des deutschen Musiklehrers Hans Klee und dessen Frau, der Sängerin Ida Klee, in Münchenbuchsee bei Bern geboren. Im Jahr 1880 zog die Familie nach Bern, wo der junge Klee von 1886 bis 1890 die Primarschule besuchte. Neben dem Schulunterricht bekam er regelmäßig Geigenstunden. Bereits im Alter von elf Jahren war er so gut in seinem Spiel, dass man ihn als außerordentliches Mitglied bei der hiesigen Musikgesellschaft mit musizieren ließ. Neben der Musik beschäftigte sich Klee intensiv mit dem Zeichnen und Dichten. Eine Leidenschaft, die jedoch vom Elternhaus nicht gefördert wurde, da man seine berufliche Zukunft ausschließlich in der Musik sah. Ab 1890 besuchte der Schüler das Berner Progymnasium, das er mit der Matura in Händen im Jahr 1898 verließ.

Klee hatte damit begonnen seine Erlebnisse in ein Tagebuch zu schreiben und gab den Eintragungen den Titel "Erinnerungen an die Kindheit". Neben diesen Texten beschäftigten ihn aber auch die Gedanken über seine Zukunft. Hin- und hergerissen zwischen einer Laufbahn als Musiker und Maler, entschied er sich schlussendlich dazu, in Deutschland Kunst zu studieren.

Der Weg zur Kunst

Gegen den Willen der Eltern verließ der junge Mann die Schweiz und bemühte sich um einen Studienplatz an der Kunstakademie in München, wo er jedoch abgelehnt wurde. Allerdings ließ sich Paul Klee nicht unterkriegen und besuchte daraufhin den Unterricht in einer privaten Zeichenschule. Das Erlernte motivierte den jungen Künstler sich im Jahr 1900 erneut an der Münchner Kunstakademie zu bewerben – diesmal mit Erfolg, sodass er in die Zeichenklasse von Franz von Stuck aufgenommen wurde.

Doch bereits im darauffolgenden Jahr verließ Klee die Akademie und begab sich auf eine Reise durch Italien, die bis zum Frühling 1902 andauerte. Nachdem er schließlich nach Bern zurückkehrte, übte er sich in grafischen Techniken, insbesondere in Radierungen.

Nach weiteren Reisen machte er sich im Jahr 1906 im München sesshaft und arbeitete dort nicht nur als Maler, sondern auch als Journalist und Geigenspieler.

Ausstellungen des Künstlers

Im Jahr 1907 zeigte Paul Klee einige seiner Kunstwerke bei einigen Ausstellungen der Münchner und Berliner Secession. In den folgenden Jahren machte er dann Bekanntschaft mit Künstlern wie Wassily Kandinsky, Franz Marc und August Macke.

Einer der ersten Kontaktpunkte war dabei die erste Ausstellung der "Blauen Reiter", die in der "Galerie Thannhauser" stattgefunden hat. Interessanterweise zeigte er bereits der zweiten Ausstellung ebenfalls einige seiner grafischen Blätter.

Im Jahr 1914 reiste Klee dann gemeinsam mit seinen Künstlerkollegen Macke und Moilliet nach Tunis, wo er zahlreiche Aquarelle schuf und sich erstmalig intensiv mit der Farblehre auseinandersetzte. Bereits zwei Jahre danach wurde er als Landsturmsoldat eingezogen, wo er allerdings Glück hatte da er einen Posten in der Zahlmeisterei bekommen hat, die ihm genug Freiraum gegeben hat, um weiter an seinen künstlerischen Fähigkeiten zu arbeiten.

Einstieg ins Bauhaus

Im Jahr 1920 führte der Weg von Paul Klee an die neu gegründete Bauhaus-Schule in Weimar, wo er die nächsten Jahre unterrichtete und sich hauptsächlich mit der "Bildnerischen Formlehre" beschäftigte. Im Anschluss daran wechselte er dann als Professor an die Düsseldorfer Akademie, wo er allerdings zwei Jahre später von den nationalsozialistischen Befehlshabern als entarteter Künstler entlassen wurde.

Daraufhin kehrte Klee wieder zurück nach Bern, wo die Kunsthalle 1935 eine große Retrospektive von ihm zeigte. Leider erkrankte der Künstler bald darauf an Sklerodermie und konnte kaum noch arbeiten. Erst im Jahr 1937 hatte er sich so weit erholt, dass er sich wieder seiner Malerei widmen konnte. In dieser Zeit entstand sein bedeutendes Spätwerk, das sich bis heute mit einer außerordentlich vielseitigen Themenpalette präsentiert.

Am 29. Juni 1940 starb Paul Ernst Klee im Alter von 60 Jahren in Muralto bei Locarno.