Niklaus von Hagenau

Niklaus von Hagenau (eigentlich Niklas Zimmerlin)

Niklaus von Hagenau (eigentlich Niklas Zimmerlin) (um 1445/60 –1538) kam aus dem Elsass und war ein Bildschnitzer der Spätgotik.

Für den Isenheimer Wandelaltar fertigte von Hagenau verschiedene Skulpturen und Holzschnitzereien an. Die kunstvoll ausgearbeiteten Details wie beispielsweise der Stier, der Löwe, der Adler und der Engel, stehen für die Evangelistensymbole des Johannes, des Markus, des Matthäus und des Lukas.

Daneben finden sich Schnitzereien, den „Antonius auf dem Thron“, den „Hl. Augustinus“, den „Mann mit Schwein (zu Füßen des Hl. Augustinus)“ und den „HL. Hieronymus“ darstellen.

Von Hagenaus wichtigstes Werk sind jedoch die Schnitzarbeiten im Straßburger Münster, das heute als Symbol für die ganze Region des Elsass steht. Leider sind von den wundervollen Arbeiten des Künstlers nur noch einige Reste erhalten geblieben, die sich derzeit im „Musée de l’Œuvre Notre-Dame“ befinden.

Leben

Niklaus von Hagenau wurde am 23. April 1775 als Niklas Zimmerlin geboren.

Über das Leben des elsässischen Holzschnitzers gibt es nur sehr wenige Informationen, jedoch ist schriftlich nachweisbar, dass von Hagenau im Jahr 1493 zum Straßburger Bürger wurde.

Seine beiden Brüder Veit (Guy) und Paul halfen und assistierten ihm bei seinen künstlerischen Arbeiten, von denen bis auf wenige Ausnahmen keine mehr bekannt sind oder zugeordnet werden können.

Mit dem Hochaltar des Straßburger Münsters schuf von Hagenau um 1500 sein bedeutendstes Werk.

Zu den weiteren Arbeiten, die dem Künstler zugeschrieben werden, zählen die Skulpturen und das umrahmende Schnitzwerk des Isenheimer Altars im Antoniterkloster in Isenheim.

Niklaus von Hagenau starb noch vor dem Jahr 1538, der genaue Todestag ist nicht dokumentiert, vermutlich in Straßburg.

Aktuell

Aufbewahrt wird der Isenheimer Wandelaltar im Museum „Unterlinden“ in Colmar, wo er dort dreigeteilt und getrennt ausgestellt wird.