Matthias Stomer

Matthias Stomer (auch unter den Namen Stohom, Stom, Stomma, Matheo Schem und Matteo Tomar bekannt)

Matthias Stomer (um 1600 – nach 1652) war ein niederländischer Barockmaler des 17. Jahrhunderts und zählt zu den Meistern des Utrechter Caravaggismus.

Unter dem Einfluss des Barockmalers Caravaggio und dessen Nachfolgern schuf Stomer hauptsächlich religiöse Darstellungen, aber auch mythologische Motive und Genreszenen. Dabei folgte er dem kontrastreichen „Helldunkel-Spiel“ seiner Vorbilder.

Zum Oeuvre des Malers zählen die Gemälde „Markus“, „Verkündigung Mariae“, „Tobias“. „Junger Mann liest bei Kerzenschein“, „Samson und Delilah“, „Die Verkündung“, „Esau und Jakob“, „Der Tod des Brutus“ und „Junger Mann mit Weinglas und Kerze“.

Leben

Matthias Stomer wurde um das Jahr 1600 vermutlich in Amersfoort oder Utrecht geboren.

Viele Lebensstationen des Künstlers liegen im Dunkeln, doch man geht davon aus, dass er im Jahr 1620 von Gerrit van Honthorst in Utrecht ausgebildet wurde.

Honthorst war zuvor einige Jahre in Rom gewesen und auch Stomer fühlte sich von der italienischen Hauptstadt angezogen. So machte er sich nach seiner Ausbildung auf den Weg nach Rom.

Hier blieb er bis zum Jahr 1632. Anschließend begab er sich auf eine Reise nach Neapel, wo er die nächsten neun Jahre lebte und arbeitete. Quellen aus dem 18. Jahrhundert (de Domenici und Celano) belegen, dass Stomer für die neapolitanische Kapuzinerkirche von San Efremo Nuovo einige Gemälde ausführte.

Um 1641 ließ sich der Künstler schließlich in Sizilien nieder und erfüllte mehrere Gemäldeaufträge in Palermo und Messina. Drei von seinen Bildern erwarb der Herzog von Messina, Antonio Ruffo.

Im Jahr 1652 schuf Matthias Stomer ein Altarbild für die Kirche im sizilianischen Chiuduno. Das war seine letzte Arbeit, denn noch im selben Jahr starb er vermutlich in Sizilien.

Besonderes

Nach seinem Tod war Stomer fast vergessen. Dank der Recherchen und Bemühungen des englischen Kunsthistorikers Benedict Nicolson wurde der niederländische Maler und sein künstlerisches Erbe im 20. Jahrhundert wiederentdeckt.