Jacques-Louis David

Jacques Louis David


Jacques Louis David (1748 – 1825) war ein französischer Maler und Hauptvertreter des neoklassizistischen Stils, der mit seinem künstlerischen Schaffen die Frivolität der Rokokozeit ablöste.

Jacques-Louis David wurde am 30. August 1748 in Paris geboren. Als der Junge neun Jahre alt war, verstarb sein Vater an den Folgen einer tätlichen Auseinandersetzung. Daraufhin übergab ihn seine Mutter in die Obhut eines wohlhabenden Onkels, der als Architekt tätig war.

Davids Zeichentalent blieb nicht lange verborgen, doch zunächst erhielt er allgemeinen Unterricht am renommierten „College des Quatre-Nations“. Diese Schule für Adelige wurde 1688 fertiggestellt und befindet sich im Zentrum von Paris.

Aber Davids schulische Leistungen waren oft unbefriedigend, was möglicherweise an einem Gesichtstumor lag, der sein Sprechen behinderte. Doch vielmehr lag es wohl daran, dass sich der Junge permanent mit dem Zeichnen beschäftigte, anstatt dem Unterricht zu folgen.

Seine künstlerischen Arbeiten füllten zahlreiche Notizbücher und schon bald erwuchs in dem Heranwachsenden der Wunsch, seinen künftigen Lebensunterhalt mit Malen und Zeichnen zu verdienen.

Schließlich schickte ihn der Onkel zu dem berühmten Rokoko Maler François Boucher, der auch gleichzeitig ein Freund der Familie war. Doch da die Rokoko-Ära sich gerade dem Ende neigte, vermittelte Boucher den jungen David an seinen Freund Joseph-Marie Vien, der nun dessen Vormund wurde.

1774 gewann David beim Akademie-Wettbewerb ein Rom-Stipendium und reiste daraufhin nach Italien. Er studierte nicht nur die Meister der Renaissance, sondern auch die antiken Kunstwerke. Geradezu begeistert von der klassizistischen Kunst, der er inzwischen in seinem Schaffen folgte, kehrte er nach Frankreich zurück.

1782 eröffnete David in Paris sein eigenes Atelier, in dem er auch Malerei unterrichtete.

Ein Jahr später wurde er zum Mitglied der „Königlichen Akademie der schönen Künste“ ernannt.

1789 nahm der Maler aktiv an der Französischen Revolution teil. Dadurch änderten sich auch seine Bildthemen, die nun aktuelle Inhalte zeigten.

1791 arbeitete David an dem Gemälde „Der Schwur im Ballhaus". Ein Werk, das der Künstler jedoch nie vollendete.

Drei Jahre später wurde er Abgeordneter des Nationalkonvents. In der Rolle des Politikers stimmte er für die Hinrichtung des Königs.

Nach der Machtergreifung Napoleons wurde David zum Hofmaler des Monarchen ernannt. In dieser Zeit entstanden zahlreiche Gemälde des Kaisers, darunter „Napoleon I. Bonaparte“, „Napoleon bei der Überquerung der Alpen“, „Krönung Napoleons I und Josephines“ und „Napoleon Bonaparte, um 1808“.

Nach dem Sturz des Kaisers ging Jacques Louis David ins Exil nach Brüssel, wo er am 29. Dezember 1825 starb.