Jacques François Carabain

Jacques François Carabain (auch Jacob Frans Jozef Carabain)

Jacques François Carabain (1834 – 1933) war ein niederländisch-belgischer Maler.

Zu Beginn seines künstlerischen Schaffens widmete sich Carabain vor allem Landschaftsdarstellungen und Marinestücken. Später änderte er seine Sujets und gehörte schon bald zu den beliebtesten und erfolgreichsten Malern von Stadtansichten im Belgien des 19.Jahrhunderts.

Seine Motive suchte Carabain auf belebten Marktplätzen, die mit ihrem bunten und geschäftigen Treiben als perfekte Vorlage dienten. Daneben malte er alte Kirchen und opulente Prachtbauten.

In seinem umfangreichen Werk finden sich neben orientalischer Architektur wie beispielsweise „Konstantinopel“, auch zahlreiche Gemälde mit Stadtansichten von Belgien, den Niederlanden, Deutschland, Italien und vielen weiteren Ländern. Hierzu zählen die Bilder „Belebte Straße in einer deutschen Stadt“, „St. Goar am Rhein“, „Queen Street, Auckland“, „Eine Stadt in Holland“, „Städtchen am Flusslauf“, „Dorfstraße in Narni, Italien“ und „Ein mediterraner Fischmarkt“.

Leben

Jacques François Carabain wurde am 23. Februar 1834 als Sohn von Jakob Carabain und Jacoba Scheude Groothuijse unter dem Namen Jakob Franz Joseph Carabain in Amsterdam geboren.

Schon als Kind ein talentierter Zeichner wurde der Junge später Schüler der Amsterdamer Kunstakademie. Unterrichtet wurde er in dieser Zeit von Jacobus Schoemaker Doyer und Valentijn Bing.

Nach seinem Studium um 1856 begab sich Carabain auf eine ausgedehnte Europareise und zog anschließend in die belgische Gemeinde Schaerbeek.

Hier lebte und arbeitete der junge Künstler und malte vorzugsweise Seestücke und Flusslandschaften. Bald heiratete er Helena Théodora Ricken und bekam mit ihr drei Kinder. Victor und Emile Carabain traten später in die Fußstapfen ihres Vaters und wurden ebenfalls erfolgreiche Maler.

1880 erhielt Carabain die belgische Staatsangehörigkeit. Er begab sich fünf Jahre später erneut auf Reisen und besuchte neben Australien auch Neuseeland.

Inzwischen hatte der Künstler seine Leidenschaft für Stadtansichten entdeckt. So entstanden zahlreiche Gemälde von den Städten, die er inzwischen bereist hatte.

1885 nahm Carabain dann an einer Ausstellung der „Viktorianischen Akademie der Künste“ teil.

1894 gab der Bürgermeister von Brüssel, Karel Buls, 59 Aquarelle der Brüsseler Vorstädte in Auftrag. Innerhalb von drei Jahren war Carabains Arbeit beendet.

Regelmäßig beteiligte sich der Künstler an den Ausstellungen von „Live Masters“ in Den Haag und Amsterdam, nahm mehrere Medaillen entgegen und stellte seine Werke in den belgischen Salons aus.

Am 2. Januar 1933 starb Jacques François Joseph Carabain, 31 Tage vor seinem 100. Geburtstag, in Schaerbeek.