Giulio Rosati

Giulio Rosati


Giulio Rosati (1858 – 1917) war ein italienischer Maler, der sich auf orientalistische Szenen spezialisierte.

Giulio Rosati wurde im Jahr 1861 in Rom geboren. Seine Familie bestand aus Bankiers und Militaristen, die die Kunst zwar schätzten, aber nicht selbst ausführten.

Rosati aber zeigte sein künstlerisches Talent und seine Begeisterung für das Zeichnen und Malen schon früh und so verfolgte er die Karriere seiner Familie nicht. Er studierte stattdessen Kunst an der „Accademia di San Luca“, wo er von Dario Querci und Francesco Podesti unterrichtet wurde.

Später dann studierte er auch bei Luis Álvarez y Catalá (1836-1901), dem Direktor des Prado-Museums in Madrid.

Rosati arbeitete hauptsächlich in Aquarell, gelegentlich aber auch in Öl. Dabei lag sein Hauptaugenmerk auf der orientalistischen Kunst, die sich mit seinen wundervollen Werken wie beispielsweise „Tanz im Harem“, „Der Teppichverkäufer“, „eine Ruhepause in der Wüste“ und „Ein Kauf für den Harem“ zeigt.

Rosati gehörte einer großen Gruppe von Malern an, die zu jener Zeit ganz ähnliche Themen aus dem Nahen Osten schufen. Doch obwohl er zu den produktivsten orientalistischen Malern des 19. Jahrhunderts gehörte, war er im Gegensatz zu anderen Orientalisten nie in den Nahen Osten gereist. Vielmehr stammen seine Darstellungen von Fotografien oder Gegenständen, die in jenen Jahren in Rom gefunden wurden.

Rosati zog es vor, seine Gemälde direkt über den Kunsthandel zu verkaufen und nahm an Ausstellungen nur sehr selten teil. Um die Jahrhundertwende wurde allerdings sein Bild „Orientalische Szene“ auf der Ausstellung in der „Accademia di Belle Arti di Roma“ gezeigt.

Am 16. Februar 1917 starb Giulio Rosati in Rom, Italien. Sein Sohn Alberto (1895-1971) wurde ein bekannter Landschaftsmaler, wenn auch weit weniger produktiv als sein Vater.