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Giorgio Fuentes

Giorgio Fuentes

Giorgio Fuentes (1756 - 1821) war ein italienischer Maler und Bühnenbildner des Neoklassizismus.

Mit seinen eindrucksvollen Theaterdekorationen wie beispielsweise "Szene aus der Oper Titus", "Bühnenbild zur Oper Palmyra" und "Theatervorhang mit Säulengängen", revolutionierte Fuentes die bis dahin eher karg ausgestatteten deutschen Schauspielbühnen.

Leben

Giorgio Fuentes wurde im Jahr 1756 in Mailand geboren.

Seine künstlerische Ausbildung absolvierte er an der Mailänder Scala, wo er von dem Maler und Bühnenbildner Pietro di Gottardo Gonzaga unterrichtet und angelernt wurde.

1796 erhielt Fuentes eine Anstellung am "Nationaltheater" in Frankfurt. Ob er aufgrund einer Anfrage in die Mainstadt kam oder aus eigener Motivation, um sich hier eine Arbeit am Theater zu suchen, ist unklar.

1797 besuchte Goethe die Oper "Palmira, Königin von Persien" von Antonio Salieri in Frankfurt und war besonders beeindruckt von den geschaffenen Bühnendekorationen der Aufführung. Er erkundigte sich nach dem Schöpfer der Werke und lernte so Fuentes persönlich kennen. Er war voller Bewunderung für den Mailänder, den er nicht nur als geschickten Bühnenarchitekten schätzte, sondern auch seine meisterlichen Malereien lobte.

Fuentes, der bis 1801 kontinuierlich in Frankfurt wirkte, stattete im Laufe seines künstlerischen Schaffens die wohl bedeutendsten Frankfurter Operninszenierungen aus. Darunter beispielsweise Salieris "Palmira" im Jahr 1797, Joseph Weigls "Der Corsar" im Jahr 1798 und Mozarts "Titus" im Jahr 1799.

Von 1801 bis 1805 lebte und arbeitete der Künstler in Paris und zog danach wieder nach Mailand, wo er weiterhin erfolgreich tätig war.

Goethes Versuch ihn nach Weimar zu holen scheiterte, jedoch gewann er 1815 einen seiner Schüler, Friedrich Beuther, für sich.

Giorgio Fuentes starb schließlich im Jahr 1821 in seiner Heimatstadt Mailand.

Aktuell

Einige Werke des Mailänder Künstlers befinden sich heute u. a. im Frankfurter Städel Museum u. in d. Theatermuseen München u. Köln.