François Pascal Simon Gerárd

François Pascal Simon Gerárd

François Pascal Simon Gerárd (1770–1837) war ein französischer Maler und Illustrator des Klassizismus.

Neben seinen Historienbildern schuf Gerárd hauptsächlich repräsentative Porträts der europäischen Prominenz, insbesondere von den Persönlichkeiten des französischen Empires.

Zu seinen großartigen Werken zählen u. a. die Ölgemälde „Napoleon im Krönungsornat“, „Porträt in einem weißen Seidenkleid“, „Porträt der Königin Hortense“, „Napoleon Bonaparte“, „Madame Recamier“, „Josephine, Gemahlin Napoleon Bonapartes“ und „Marie-Caroline de Bourbon“.

Viele Werke Gerárds befinden sich heute u. a. im „Louvre“ in Paris, im Schloss Versailles und in Privatbesitz.

Leben

François Pascal Simon Gerárd wurde am 12. März 1770 in Rom geboren.

Im Alter von zwölf Jahren kam er bereits nach Paris, wo er in der „Pension du Roi“ wohnte und eine Lehre bei dem Bildhauer Augustin Pajou begann.

Später wechselte er in das Studio von Jacques Louis David und wurde schließlich der Assistent des Malers.

Im Jahr 1789 nahm Gerárd an einem Wettbewerb, dem „Prix de Rome“ teil, den aber sein Mitschüler Girodet für sich gewinnen konnte.

Danach hielt sich der junge Künstler eine Zeit lang in Rom auf und kehrte erst 1791 wieder nach Paris zurück. Seine finanzielle Situation hinderte ihn jedoch, seine Ausbildung fortzusetzen.

Auf Empfehlung Davids wurde Gérard zwei Jahre später Geschworener des Revolutionstribunals.

1794 gewann er für sein Gemälde „10. August 1792“ (Die Erstürmung der Tuilerien) den ersten Preis.

In den kommenden Jahren avancierte Gérard zu einem der erfolgreichsten Porträtmaler des französischen Empires und war darüber hinaus ein geschätzter Historienmaler.

1810 nahm der Künstler mit 14 Porträts am „Pariser Salon“ teil. Die Bilder mit den Darstellungen der großen Berühmtheiten seiner Zeit sorgten beim Publikum für viel Beifall.

Gerárd selbst unterhielt einen eigenen Salon in Paris, wo regelmäßig Ausstellungen stattfanden.

Für sein Gemälde „Einzug Heinrichs IV. in Paris“ erhielt Gerárd 1819 eine ganz besondere Auszeichnung. Durch König Louis XVIII. wurde der Künstler in den Adelsstand erhoben und durfte sich von nun an Baron nennen. Als besonderen Dank erhielt er zudem das Kreuz der Ehrenlegion und bekam die angesehene Stelle des königlichen Hofmalers.

In dieser Funktion schuf der beliebte Maler einige seiner besten Porträts, wie beispielsweise die Ölgemälde „Krönung Karls X.“ und die „Heilige Theresa“, die beide im Jahr 1827 entstanden sind.

Am 11. Januar 1837 starb François Pascal Simon Gerárd schließlich im Alter von 66 Jahren in Paris.