François Boucher

François Boucher

François Boucher (1703-1770) war ein französischer Maler, Zeichner und Kupferstecher des Rokoko im 18. Jahrhundert.

Der überaus begabte Boucher schuf neben seinen vielen Ölgemälden auch Fresken, entwarf Porzellanmotive und Gobelins und war darüber hinaus auch ein begnadeter Zeichner und Radierer.

Neben Landschaften entstanden vor allem Porträts wie „Frauenkopf“, „Bildnis der Marquise de Pompadour“, „Porträt des Louis Philippe Joseph“, „Dame mit Muff“ und „Mädchen mit Rosen“.

Besondere Bekanntheit erlangten seine historischen und mythologischen Motive wie beispielsweise „Jupiter und Kallisto“, „Diana im Bade“, „Venus tröstet Amor“ und „Triumph der Venus“.

Mit viel Talent, solider Technik, Grazie und Anmut schuf Boucher sein großartiges Werk vor allem für die adlige Kundschaft. Heute finden sich seine Werke über ganz Europa verteilt.

Leben

François Boucher wurde am 29. September 1703 als Sohn des Entwurfzeichners Nicolas Boucher und dessen Frau Elisabeth Lemesle, in Paris geboren.

Über die Kindheit des Künstlers ist nur sehr wenig bekannt. Allerdings lässt sein späterer Werdegang darauf schließen, dass er sich schon in frühen Jahren mit dem Zeichnen und Malen beschäftigte.

1720 begann er sein künstlerisches Talent im Atelier von Francois Lemoyne zu schulen und wurde bereits drei Jahre später von der „Königlichen Akademie für Malerei und Bildhauerei“ in Paris mit einem Preis ausgezeichnet.

Diese Auszeichnung ermöglichte dem Künstler einen vierjährigen Aufenthalt in Italien.

1731 wurde Boucher als Historienmaler in die „Königliche Akademie“ aufgenommen.

Zwei Jahre später nahm er Jeanne Buseau zur Frau und erhielt im Folgejahr eine Anstellung als Maler im französischen Königshaus. Als Angestellter am Hof war Boucher als Dekorateur der Oper tätig und entwarf Kostüme und Motivvorlagen für die königliche Gobelin-Manufaktur.

Ab 1742 erhielt der Künstler als Maler des Königs „peintre du roy“ eine Pension von 400 Livres.

Schon sehr bald avancierte er zum Lieblingsmaler der einflussreichen Mätresse des Königs, Marquise de Pompadour, die ihn ab 1749 gezielt förderte.

1752 wurde die Pension Bouchers auf 1.000 Livres erhöht.

Drei Jahre später übernahm der Künstler die Leitung der Königlichen Gobelin-Manufaktur in Beauvis und wurde 1761 zum Rektor der „Königlichen Akademie“ ernannt.

In den Jahren 1762 und 1765 erkrankte Boucher so schwer, dass er eine Zeit lang nicht arbeiten konnte.

1765 wurde er schließlich zum ersten Hofmaler des Königs ernannt. Ein Aufstieg, an dem letztlich auch die einflussreiche Marquise de Pompadour beteiligt war.

Im Jahr 1768 bestellte Katharina die Große einige Bilder des Künstlers.

Am 30. Mai 1770 starb François Boucher im Alter von 66 Jahren in Paris.

Aktuell

Im Museum „Stiftung Schloss Friedenstein Gotha“ findet 2017 eine einmalige Ausstellung statt. Durch die Leihgabe des Moskauer Puschkin-Museums können französische Meister gezeigt werden, die bis dato noch nie in Deutschland zu sehen waren. Darunter befinden sich auch einige Werke von François Boucher.