Ernst Hardt

Ernst Hardt

Ernst Hardt (1869–1917) war ein deutscher Landschaftsmaler und Grafiker. Er zählt zu den Schülern der Düsseldorfer Malerschule.

Hardt wählte für seine pastose Malerei, die er vorzugsweise mit einem breiten Pinselduktus ausführte, Landschaftsmotive vom Niederrhein und dem Bergischen Land.

Zu seinen wunderbaren Werken zählen u. a. „Sommerliche Wiesenlandschaft mit Bachlauf“, „Blick auf eine Stadt bei Mondschein“, „Weite Stimmungslandschaft“, „Sommerliche Wiese mit blühenden Bäumen“, „Abendspaziergang in italienischer Landschaft“, „Blauer Tag“, „Niederrheinlandschaft" und „Blick auf weite Felder in gleißendem Sonnenschein“.

Die feintonig und in gedeckten Farben gemalten Bilder des Künstlers entstanden in Öl auf Leinwand.

Leben

Ernst Hardt wurde am 7. Dezember 1869 auf der Marienburg in der Bürgermeisterei in Rondorf bei Köln geboren. Sein Vater war der gleichnamige Unternehmer und Inhaber der hiesigen Weinhandlung Ernst Hardt (1837-1898) und Konsul der Republik Peru. Mit der Gründung der Hardt-Bahn leistete der Unternehmer für den schienengebundenen Nahverkehr im Raum Köln wahre Pionierarbeit.

Der Berufswunsch seines Sohnes Ernst Hardt war weit weg von dem eines Unternehmers. Hardt jun. wollte Kunstmaler werden.

Um seinem Ziel näherzukommen, besuchte der junge Mann die Kunstakademie in Düsseldorf und wurde dort in den Jahren 1892 bis 1896 in der „Landschaftsklasse“ von Eugen Dücker (auch Eugène Gustav Dücker) unterrichtet.

Nachdem Ernst Hardt die Akademie verlassen hatte, war er von da an als freischaffender Maler in Düsseldorf tätig.

1905 wurde die Kölner Malerin des Rheinischen Expressionismus Fifi Kreutzer (auch unter Mathilde Kreutzer bekannt) seine Privatschülerin.

Ein Jahr später unternahm der Wiederentdecker der niederrheinischen und bergischen Landschaft eine Reise nach Katwijk und ließ sich von der südholländischen Gegend inspirieren.

Am 18. September 1917 starb Ernst Hardt im Alter von 47 Jahren in Bad Godesberg.

Noch im selben Jahr stellte der Kölner Kunstverein Werke des verstorbenen Malers aus. 1918 folgte die Kunsthalle Düsseldorf und zeigte Hardts künstlerisches Erbe in einer zweiten Ausstellung.