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Bilder von Edgar Degas

Edgar Degas

Biografie von Edgar Degas

Der Künstler Edgar Degas (1834 - 1917) war ein französischer Maler, Zeichner, Bildhauer und Vertreter des Impressionismus. In erster Linie ist er bekannt für Gemälde und zahlreiche Plastiken aus Wachs, Ton und Knetmasse, die er jedoch vor dem breiten Publikum verborgen hielt. Einige dieser Figuren aus Wachs - darunter Rennpferde, Tänzerinnen und Badende - sind kurz nach seinem Tod in Bronze gegossen worden. Auch auf den Gemälden von Edgar Degas sind überwiegend Ballett- und Tanzszenen zu sehen, die er stilvoll und mit großer Leichtigkeit einfing.

Bekannte Kunstwerke

Bis heute sind viele der Kunstwerke durch die eindrucksvollen Motive weltbekannt – dazu gehören z.B. Kunstwerke wie Der Star, a href="/wandbilder-motiv/sport/funsport/edgar-degas-blaue-taenzerinnen-in-der-pause-1884-1885/a-1142106"> Blaue Tänzerinnen in der Pause oder "Vier Tänzerinnen auf der Bühne". Zudem auch Motive aus dem Alltag wie "Das Baumwollbüro in New Orleans", "Kutsche auf dem Rennplatz“ oder "Das Aufwärmen der Rennpferde".

Außerdem sind für die Kunst von Edgar Degas verschiedene Malutensilien charakteristisch: So verwendete er Öl- und Pastellfarbe, Kreide und Kohle. Als Trägermaterial wählte er Papier und Leinwand.

Zusammengefasst hat Edgar Desgas rund 2000 Gemälden und Zeichnungen sowie ca. 150 Skulpturen als bemerkenswerte Kunstsammlung hinterlassen.

Der Lebenslauf des Künstlers

Am 19. Juli 1834 wurde Edgar Degas, der bürgerlich Hilaire Germain Edgar de Gas hieß, in Paris geboren. Seine Eltern Augustin De Gas und Celestine Musson De Gas lebten mit vier weiteren Kindern in finanziell gesicherten Verhältnissen. Der Vater Augustin De Gas leitete in Paris die Niederlassung der familieneigenen Bank, die ihren Hauptsitz in Neapel hatte.

Der Erstgeborene Edgar Degas besuchte im Alter von elf Jahren die Eliteschule Lycée Louis-le-Grand in Paris. Bereits in dieser Zeit beschäftigte zunehmend mit der Malerei, sodass er sich im Elternhaus ein Atelier einrichtete. Im Jahr 1853 begann er auf Wunsch seines Vaters ein Jurastudium an der Sorbonne, wofür er allerdings nie große Begeisterung entwickelte. Aus diesem Grund brach Edgar Desgas das Studium im Jahr 1854 ab und ließ sich lieber vom französischen Maler Louis Lamothe unterrichten.

Die Inspirationsquellen

Im Jahr 1855/56 besuchte der junge Künstler die „Schule der schönen Künste“ in Paris, sodass er bis 1859 bei seinen Verwandten in Italien lebte und sich vornehmlich in Florenz und Neapel aufhielt. In dieser Zeit ließ sich Edgar Degas sich von den Künstlern wie Michelangelo, Raffael und Tizian inspirieren. Er kopierte sie, lernte und studierte deren klassische Technik der Malerei. Mit dem Gefühl ausreichend Wissen für kommende Projekte gesammelt zu haben, kehrte Edgar Degas 1859 zurück nach Paris.

In dieser Zeitepoche war die Malerei geprägt von historischen Bildern, sodass sich auch Edgar Degas in dieser Stilrichtung versuchte und bis zum Jahr 1865 fünf historische Bilder fertigte. Darunter war auch das Kunstwerk "Mittelalterliche Kampfszene", dass er im selben Jahr im Pariser Salon ausstellen durfte.

Auf Erfolg folgt finanzieller Rückschlag

In den Jahren von 1866 bis 1870 folgten weitere Ausstellungen, auf denen Edgar Degas allerdings nur noch mit zeitgenössischen Werken vertreten war, da die Historienbilder weder beim Publikum noch bei den Kunstkritikern für Begeisterung sorgte.

Im Jahr 1872/1873 besuchte Edgar Degas seine Verwandten mütterlicherseits, die in New Orleans lebten, wo er eine Reihe von Porträts seiner Angehörigen malte. Im Jahr darauf fand die erste Ausstellung der Impressionisten in Paris statt, auf der er mit rund zehn Kunstwerken vertreten war. Im selben Jahr offenbarte der Tod seines Vaters Augustin eine hohe Schuldenlast, die auf der von ihm geleiteten Bank in Paris lag. Gleichzeitig erfuhr Edgar Degas von den angehäuften Geschäftsschulden seines Bruders René. Daraufhin verkaufte er Teile seiner Gemäldesammlung und tilgte die Schulden.

Drei Jahre später probierte sich der Künstler an ganz neuen Kunsttechniken und begann mit der Pastellmalerei. Einige seiner künstlerischen Ergebnisse zeigte er bis 1886 auf weiteren Ausstellungen der Impressionisten. Eine weitere Leidenschaft entdeckte Edgar Degas schließlich im Jahr 1890 mit der Fotografie, wo er vorzugsweise Porträts mit der Kamera eingefangen hat.

Das traurige Schicksal

Im Jahr 1870/71 während des deutsch-französischen Krieges, wo der Künstler in der Artillerie eingesetzt wurde, machten sich zum ersten Mal Anzeichen eines Augenleidens bemerkbar. In den folgenden Jahren nahm seine Sehkraft immer mehr ab, sodass schließlich mit der Ölmalerei aufhören musste und nur noch einige Zeichnungen und Skulpturen anfertigen konnte. Am 27. September 1917 verstarb Edgar Degas in Paris.