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Auguste Rodin
Auguste Rodin
Auguste Rodin: La Cathedrale. 1907-08 (Guss des Musée Rdodin, 1958)

Auguste Rodin

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Auguste Rodin

Auguste Rodin (1840–1917) war ein französischer Zeichner und Bildhauer. Er gilt als Wegbereiter der Moderne und beeinflusste mit seinen Ideen und neuen Darstellungsformen auch viele nachfolgende Künstler.

Das Zeichnen war für Rodin Grundlage seiner Kunst. So entstanden neben Entwurfsskizzen für seine Plastiken auch Aquarelle und verschiedene Federzeichnungen.

Der Künstler verwendete für seine Skulpturen und Büsten Gips, Bronze, Marmor, Sandstein und Ton.

Zu Rodins Hauptwerk zählt „Das Höllentor“, ein Entwurf, an dem er bis zu seinem Tod gearbeitet hatte, außerdem die weltberühmte Bronzeskulptur „Der Denker“, die aus Stein entstandene Komposition „La Cathedrale“ und die Marmorskulptur „Der Kuss“. Alle Kunstwerke befinden sich im „Musée Rodin“ in Paris.

Auguste Rodin war ein harter Arbeiter, der auf viele Annehmlichkeiten in seinem Leben verzichtete, um ganz in seinem Schaffen aufzugehen. Durch Fleiß, seine Leidenschaft und Hingabe, seinem großartigen künstlerischen Können und Talent, hat Auguste Rodin der Nachwelt ein einzigartiges Werk hinterlassen.

Leben

François-Auguste-René Rodin wurde am 12. November 1840 in Paris geboren.

Sein Vater war als Beamter bei der hiesigen Polizeiverwaltung tätig.

Im Alter von 13 Jahren besuchte Auguste Rodin die Gewerbeschule „École Spéciale de Dessin et de Mathématiques“.

Ein Jahr später verließ er die Schule für Kunst und Mathematik und begann ein Studium an der „Ecole des Arts Décoratifs“ bis zum Jahr 1857.

Im Anschluss daran bewarb er sich mehrmals um einen Studienplatz an der „Ecole nationale supérieure des beaux-arts de Paris“, doch auch sein dritter Versuch endete mit einer Absage.

Mit dem Tod seiner Schwester 1862 ereilte Rodin ein folgenschwerer Schicksalsschlag. Um Trost zu finden, trat er dem Orden „Pères du Saint-Sacrement" bei. Der Abt des Ordens gab Rodin wieder neuen Mut und überzeugte ihn, sich künftig ganz der Kunst zu widmen. Daraufhin wurde der Künstler für den Rest seines Lebens vom Orden freigestellt.

1863 lernte Rodin die Näherin Rose Beuret kennen, die nicht nur seine Freundin, sondern auch sein Modell wurde.

Im Jahr 1864 freundete er sich mit dem französischen Bildhauer und Zeichner Albert Ernest Carrier-Belleuse an und wurde sein Schüler.

Zwei Jahre später kam Rodins Sohn Auguste-Eugène zu Welt.

Da Carrier-Belleuse 1871 nach Brüssel ging, begleitete Auguste Rodin seinen Meister, um ihm bei der Ausführung öffentlicher Aufträge zu assistieren.

Nach einiger Zeit kam es zu Streitigkeiten zwischen den beiden Künstlern, da Rodin mehr Selbstständigkeit innerhalb seiner Arbeit einforderte.

Um die Kunst Michelangelos zu studieren, reiste Auguste Rodin in den Jahren 1875/76 nach Italien und kehrte 1877 wieder nach Paris zurück.

Von 1879 bis 1882 arbeitete er in der Porzellanmanufaktur in Sèvres.

Im Jahr 1883 lernte er die junge Camille Claudel kennen. Aus dem anfänglichen Lehrer-Schüler-Verhältnis wurde später eine langjährige Affäre, die Claudel zehn Jahre später beendete.

Ab 1894 lebte Rodin in Meudon, umgeben von jungen Schriftstellern und anderen Künstlern.

Um 1900 nahm er neben den verschiedenen Ausstellungen der „Pastel Society“ auch an der Weltausstellung in Paris teil. Hier wurden in dem nach ihm benannten Pavillon 171 seiner Werke gezeigt.

Im Jahr 1904 machte Rodin die Bekanntschaft der walisischen Malerin Gwen John, die ihm erst Modell stand und später seine Geliebte wurde.

Noch im selben Jahr wurde Rodin vom Vizepräsidenten zum Präsidenten der Londoner Künstlervereinigung „International Society of Sculptors, Painters and Gravers“ befördert.

1905 stellte Rodin den Lyriker Rainer Maria Rilke als seinen Privatsekretär ein, für den der ältere Mann schon bald zur Vaterfigur wurde. Acht Monate später, im Jahr 1906 beendete Rilke das Arbeitsverhältnis.

1907 entstand ein weiteres Atelier Rodins, das heutige Musée Rodin in Paris.

1917 heiratete Auguste Rodin seine langjährige Freundin Rose Beuret, die rund einen Monat später an den Folgen einer Lungenentzündung starb.

Im selben Jahr, am 17. November 1917, starb Auguste Rodin in Meudon, wo er wenig später im Garten seiner Villa beigesetzt wurde.

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