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Glossar: Tulpen

Tulpen

Tulpen

Mit ihren herrlichen weißen, roten oder gelben Blüten und dem saftig grünen Blattwerk zählen sie zu den populärsten Schnittblumen der Welt und sind aus Gärten oder Parks nicht mehr wegzudenken: Tulpen. Die zur Familie der Lilien gehörenden Pflanzen können auf eine bewegte Geschichte zurückblicken: Bereits vor über 1.000 Jahren wurden sie in Persien durch die Kreuzung verschiedenster Wildarten gezüchtet und dienten den dortigen Herrschern als Blickfang in ihren pompösen Gärten. Von der Region um den heutigen Iran und Irak aus traten sie in der Folgezeit ihren weltweiten Siegeszug an, eroberten zunächst die Türkei und erreichten schließlich im 16. Jahrhundert auch Europa. Hier lösten die Zwiebelgewächse binnen kürzester Zeit einen regelrechten Boom aus, mit zum Teil grotesken Folgen.

In den Niederlanden etwa kam es in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts zur berüchtigten „Tulpenmanie“, als man begann, die dem Adel und Geldbürgertum vorbehaltenen Pflanzen als Spekulationsobjekte zu nutzen. Dabei wurden bald derart aberwitzige Preise gefordert und gezahlt, dass eine Blase entstand und der Markt schließlich in sich zusammenbrach. Die Konsequenz war eine massive Wirtschaftskrise, die allerdings auch ihr Gutes hatte: Von nun an waren Tulpen nicht länger ein Privileg der wohlhabenden Schichten, sondern für jedermann zugänglich. In den letzten 200 Jahren führte die Züchtung noch robusterer und ausgefallener Modelle zu einer weiteren Steigerung ihrer Beliebtheit. Ein Manko ist ihnen allerdings geblieben: Sie präsentieren ihre erfrischende Schönheit nur im Frühling und Sommer. Aber zum Glück haben wir für dieses Problem bereits eine Lösung parat!

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