Rudolf Gustav Müller Wiesbaden

Rudolf Gustav Müller (Wiesbaden)

Rudolf Gustav Müller (Wiesbaden) (1858 – 1888) war ein deutscher Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts.

Während seines Studiums an der „Münchner Kunstakademie“ schuf Müller zahlreiche Landschaftsdarstellungen der bayerischen Hauptstadt. Dazu zählt u. a. auch das kleinformatige Ölgemälde „München von Süden“, mit Blick über die Isar auf die Landeshauptstadt bei abziehendem Gewitter.

Müllers spätere Reisen in den Orient brachten zwangsläufig eine Veränderung in seiner Motivwahl. Inspiriert durch Karawanen, bunte Märkte, belebte Straßen und exotisch gekleidete Menschen, entstanden farbenfreudige Gemälde wie beispielsweise „Eine arabische Straßenszene“ und „Souk des étoffes – Tunis“.

Mit diesen bildlichen Schilderungen der architektonischen Straßenkulissen dokumentierte Müller das fremdländische Leben im „Nahen Osten“ des 19. Jahrhunderts und hinterließ damit eindrucksvolle Zeitzeugen.

Leben

Rudolf Gustav Müller (Wiesbaden) wurde im Jahr 1858 in Wiesbaden geboren.

Nach seiner Schulzeit begann er sein Mal- und Zeichenstudium an der „Münchner Kunstakademie“.

Während seines Aufenthaltes in München orientierte sich der junge Künstler ausschließlich an der näheren Umgebung und schuf in dieser Zeit zahlreiche Stadt- und Landschaftsszenen.

Über das weitere Leben Müllers ist fast nichts bekannt, jedoch belegen Aufzeichnungen und seine veränderte Themenwahl, dass er zahlreiche Reisen bis in den Orient unternommen hatte.

Damit befand er sich durchaus in bester Gesellschaft, denn auch in Deutschland entfaltete sich ab Mitte des 19. Jahrhunderts eine vielfältige Orientmalerei.

Die Motivation der Künstler sich diesem Genre zuzuwenden, mag sicher an den interessanten Reiseeindrücken gelegen haben, wohl aber vor allem auch an dem Bestreben, die fremdländische Kultur auf Leinwand und damit auch nach Europa zu bringen.

Wie lange sich Rudolf Gustav Müller (Wiesbaden) im Orient aufgehalten hatte, ist nicht bekannt.

Im Alter von nur 30 Jahren starb der Künstler 1888 in München.

Aktuell

Die Faszination für die arabisch-islamische Welt erreichte ihren Höhepunkt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und war danach nie mehr so stark ausgeprägt wie in dieser Zeit.