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Oswald Achenbach
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Oswald Achenbach: Abendliche Küstenlandschaft mit Vesuv. Um 1878/1888

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Oswald Achenbach: Blick auf Florenz. 1898

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Oswald Achenbach: Florenz.

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Oswald Achenbach: Studie einer weiblichen Figur in südlicher Landschaft.  1871/1882

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Oswald Achenbach

Oswald Achenbach (1827 – 1905) war ein deutscher Maler der Düsseldorfer Malerschule.

Heute weniger bekannt, gehörte Achenbach einmal mit zu den bedeutendsten Landschaftsmalern Europas und konnte bereits zu Lebzeiten große Erfolge feiern. Sein zwölf Jahre älterer Bruder „Andreas Achenbach“ war ebenfalls ein sehr bekannter Landschaftsmaler, der vor allem maritime Motive bevorzugte. Beide Brüder, die scherzhaft auch als das „A und O der Landschaft“ bezeichnet wurden, prägten mit ihren Werken die Landschaftsmalerei des 19. Jahrhunderts.

Achenbachs Interesse für italienische Landschaftsdarstellungen zeigt sich mit den Gemälden „Florenz“, „Abendliche Küstenlandschaft mit Vesuv“, „Am Strand von Neapel“, „Blick auf Florenz“, „Studie einer weiblichen Figur in südlicher Landschaft“ und „Bucht bei Neapel mit dem Palast der Königin Johanna“.

Leben

Oswald Achenbach wurde am 2. Februar 1827 als fünftes von zehn Kindern in Düsseldorf geboren.

Durch die Förderung seines älteren Bruders Andreas, dessen Talent schon früh erkennbar war, erhielt auch der jüngere Achenbach Unterstützung seiner eigenen Gaben. So besuchte er bereits im Alter von acht Jahren die Elementarklasse der Düsseldorfer Kunstakademie, die er dann 1841 vorzeitig verließ.

In den darauffolgenden zwei Jahren entstanden Naturstudien, die der Vierzehnjährige in der Gegend um Düsseldorf betrieb.

1843 begab sich Achenbach dann auf eine mehrmonatige Reise, die ihn nach Oberbayern und Nordtirol führte. Während dieser Zeit malte der junge Künstler seine frühesten bekannten Ölgemälde.

1850 reiste Achenbach erneut nach Italien, besuchte Nizza, Genua und Rom. Von hier aus erkundete er gemeinsam mit seinem Freund Albert Flamm die Umgebung der italienischen Hauptstadt. Auch auf dieser Reise entstanden etliche Skizzen, die zeigen, dass sich der Düsseldorfer Künstler besonders auf die charakteristischen Farben, Formen und das Licht- und Schattenspiel konzentrierte.

Am 3. Mai 1851 nahm Achenbach Julie Arnz, die Tochter des Verlagsbuchhändlers und Druckereibesitzers Heinrich Arnz, zur Frau. Aus dieser Verbindung gingen drei Töchter und ein Sohn hervor.

1852 wurde der 25-jährige Maler zum Ehrenmitglied der Kunstakademie in Amsterdam aufgenommen. Eine von zahlreichen Auszeichnungen, die er in den kommenden Jahren entgegennahm.

Im Frühling 1863 war Achenbach an der Düsseldorfer Kunstakademie als Professor für Landschaftsmalerei tätig. Eine Position, die ihm neben dem gesellschaftlichen Aufstieg auch gleichzeitig finanzielle Sicherheit brachte.

Nach 1864 ließ er dann für sich und seine Familie ein Haus auf der Düsseldorfer Goltsteinstraße Nr. 9 erbauen. Das Atelier befand sich auf der ersten Etage.

Trotz seiner Lehrtätigkeit unternahm der Künstler viele Reisen und besuchte u. a. den Teutoburger Wald und die Schweiz. Im Jahr 1871 reiste er gemeinsam mit seiner Familie nach Italien, wo sie rund neun Monate blieben.

Um sich wieder mehr seiner künstlerischen Arbeit widmen zu können, beendete Achenbach schließlich seine Professur im Jahr 1872.

Auch in den kommenden Jahren folgten zahlreiche Reisen und die Skizzenbücher füllten sich weiter. Im Frühsommer 1882 brach der Künstler dann zu seiner letzten großen Reise nach Italien auf. Er besuchte Florenz, Rom, Neapel und Sorrent.

In den Jahren 1885 und 1895 besuchte er schließlich auch Oberitalien.

1897 sollte eine erneute Reise nach Florenz stattfinden. Doch aus gesundheitlichen Gründen konnte Achenbach nicht abreisen.

Anlässlich seines siebzigsten Geburtstags wurde er im selben Jahr zum Ehrenbürger der Stadt Düsseldorf ernannt.

Mehr als fünfzig Jahre hatte sich der Künstler in den verschiedensten Düsseldorfer Institutionen und Vereinen engagiert und gehörte längst zu den führenden Prominenten der Stadt.

Am 1. Februar 1905 starb Oswald Achenbach schließlich in seiner Heimatstadt Düsseldorf.

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