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Michelangelo: Sixtinische Kapelle: Die Erschaffung des Adam. 1510

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Michelangelo: Sündenfall und Vertreibung aus dem Paradies.  Deckengemälde in der Sixtinischen Kapelle

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Michelangelo

Michelangelo (6. März 1475 – 18. Februar 1564) gilt als einer der bedeutendsten Künstler der italienischen Hochrenaissance und darüber hinaus. Er war Maler, Bildhauer, Architekt und Dichter. Zu seinen wichtigsten Werken gehören die Statue des David, Skulpturen wie Moses, Christus oder der Sklave des Louvre, das Gemälde der Cascina-Schlacht sowie die Wand- und Deckenmalereien in der Sixtinischen Kapelle in Rom. Im Rahmen dieser umfangreichen Werke in der Sixtinischen Kapelle schuf er unter anderem das Gemälde der Erschaffung Adams. Bei aller Vielfältigkeit seines Schaffens sah Michelangelo sich selbst zeitlebens vor allem als Bildhauer, erst in zweiter Linie als Maler, Architekt und Dichter. Er stellte die Skulptur über andere Kunstformen. So sah er schon im rohen Marmorblock das Kunstwerk vorgeformt, das in ihm schlummere und das es lediglich daraus zu befreien gelte. Die Auseinandersetzung mit Beschaffenheit und Form des Materials war für ihn von großer Bedeutung. Seine Ansichten basierten auf einer Auffassung von Kunst, die wiederum auf der Lehre Platons aufbaute.

Leben

Michelangelo Buonarotti (vollständiger Name: Michelangelo di Lodovico Buonarotti Simoni, oft nur kurz Michelangelo) wurde am 6. März 1475 in Caprese in der Toskana geboren. Er war der zweite von insgesamt fünf Söhnen des Stadtvogts Lodovico di Leonardo Buonarotti Simoni. Kurz nach Michelangelos Geburt zog die Familie nach Florenz. Schon als Junge wollte er gegen den Willen seines Vaters Künstler werden. Er setzte sich durch und studierte ab dem Alter von 13 Jahren die Grundlagen der Freskokunst bei Domenico Ghirlandaio. 1489 trat er in die Kunstschule von Lorenzo de’ Medici ein, der ihn wie einen Sohn behandelte und ihn in Kunst und Philosophie förderte. In dieser Zeit entstand als eine seiner ersten Statuen, der heute verschollene Faunskopf.

Nach dem Tod seines Mäzen setzte sich Michelangelo im Herbst 1494 nach Bologna ab, wo er sein Studium rund ein Jahr lang fortsetzte, ehe er nach Florenz zurückkehrte, um im Juni 1496 weiter nach Rom zu ziehen. Dort schuf er frühe Werke wie den Bacchus und die Pietà von St. Peter. Das Bildnis der Madonna mit dem toten Sohn auf ihrem Schoss ist das einzige Bildnis, das Michelangelo jemals signiert hat. Derweil herrschten in seiner Heimat Florenz enorme politische Unruhen. Im Sommer 1501 kehrte er dorthin zurück. Dort entstand neben einigen kleineren Werken die kolossale Statue des David. Dabei vollendete er ein Werk, das ein anderer Bildhauer 40 Jahre zuvor erfolglos angegangen war. Die Ausführung des David beeindruckte die damals in Florenz weilende Kunstwelt. Lange Zeit stand die Statue im Palast der Signoria. 1882 wurde der David aus Gründen der Sicherheit in einen Saal der Akademie der Künste versetzt. Am angestammten Platz steht seither eine Kopie. Zu jener Zeit schuf Michelangelo auch das Gemälde der Schlacht von Cascina.

Im weiteren Verlauf seines Lebens weilte Michelangelo noch einige Male in Rom. Zu seinen Hauptwerken in der ewigen Stadt zählen dabei die Decken- und Wandmalereien der Sixtinischen Kapelle. Dabei kam ihm die Ausbildung in der Freskomalerei zugute, die er in jungen Jahren genossen hatte. Ursprünglich umfasste der Auftrag lediglich Bilder der zwölf Apostel. Michelangelo war diese Bebilderung zu dürftig, so dass er Bildnisse mit mehreren hundert Figuren vorschlug. Bei deren Umsetzung ließ ihm der auftraggebende Papst freie Hand. Über Jahre hinweg kreierte Michelangelo ein Werk, das wie kein anderes bis heute mit seinem Namen verbunden ist. Zu seinen Spätwerken gehören zwei Fresken in der Privatkapelle des damaligen Papstes Paul III., die Capella Paolina: die Bekehrung Pauli und die Kreuzigung Petri. 1547 übernahm Michelangelo die Bauleitung am damals noch fragmentarischen neuen Petersdom. Seine Pläne wurden allerdings erst nach seinem Tod von seinem Nachfolger Giacomo della Porta umgesetzt. Michelangelo Buonarroti verstarb am 18. Februar 1564 in Rom. Er wurde in der Kirche Santa Croce in seiner Heimatstadt Florenz beigesetzt.

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