Knut Ekvall

Knut Ekvall

Knut Ekvall (1843 – 1912) war ein schwedischer Maler, Zeichner, Metallgraveur und Holzschneider.

Seine Motive fand Ekvall inmitten der Bevölkerung und der ländlichen Umgebung von Schweden und Deutschland. Betrachtet man die Bilder des Künstlers, fällt vor allem die Harmonie auf, mit der er seine häuslichen und landschaftlichen Darstellungen ausstattete.

Neben der Gemäldemalerei, die überwiegend in Öl auf Holz und Leinwand entstand, widmete sich Ekvall dem Illustrieren von Zeitungen, Zeitschriften und Büchern.

Zu dem einzigartigen Werk des Künstlers zählen so fantastische Bilder wie „Das Mädchen mit dem Brief“, „Ein Fischer in den Fängen einer Sirene“, „Beim Vorlesen im abendlichen Zimmer“, „Glückliche Familie“, „Der Antrag“, „Schuhmacher mit seinem Enkelkind“, „Lesestunde“, „Anne Sophie Ekenmann“ und „Das Bilderbuch“.

Leben

Knut Ekvall wurde am 3. April 1843 als Sohn des Gerichtsvollziehers Nils Fredrik Ekvall und dessen Frau Emelie Bernhardina Carolina Djurström im schwedischen Säby geboren.

Es war der Maler Marcus Larsson, der das künstlerische Talent des sechzehnjährigen Ekvalls entdeckte und ihm anriet, ein Mal- und Zeichenstudium an der Akademie zu beginnen.

So studierte der junge Knut von 1860 bis 1866 an der Stockholmer Kunstakademie und widmete sich danach der Holzschneidekunst und dem Zeichnen.

Im Alter von 27 Jahren zog Ekvall zunächst nach München, anschließend nach Leipzig und arbeitete in beiden Städten hauptsächlich als Illustrator für Zeitschriften.

1871 nahm er die deutsche Konzertsängerin Johanna Maria Theresia Burkowitz-Pönitz zur Frau, mit der er ab 1873 in Berlin lebte.

Hier ließ sich Ekvall von dem Genremaler Ludwig Knaus weiter ausbilden und illustrierte daneben für verschiedene Verlage, die besonders seine satirischen Arbeiten zu schätzen wussten.

Gemeinsam mit seiner Frau kehrte Ekvall 1885 wieder in sein Heimatland Schweden zurück, wo sie eine Villa bezogen. Hier lebte und arbeitete er bis zum 13. März 1912. An diesem Tag brach ein Feuer aus, bei dem ein großer Teil seiner Gemälde verbrannte.

Ekvall selbst konnte gerettet werden und wurde in ein Sanatorium gebracht, wo er jedoch am 4. April 1912 im Alter von 69 Jahren starb.