Julius Sergius von Klever

Julius Sergius von Klever

Julius Sergius von Klever (1850 – 1924) war ein russischer Landschaftsmaler, der als erster russischer Künstler die Malweise der Meister von Barbizon imitierte.

Von Klevers Lieblingsthema waren Landschaftsdarstellungen der baltischen Ostseeprovinzen, die er vorzugsweise im Winter und mit Sonnenuntergängen auf Leinwand brachte. Besonders faszinierten ihn die dichten Wälder, die ihn mit ihrer herben und melancholischen Schönheit zu seinen künstlerischen Meisterwerken inspirierten.

Zu dem Oeuvre des Künstlers zählen seine Ölgemälde „Sonnenuntergang im Winter“, „Seerosen“, „Vor dem Sturm“, „Winterlandschaft mit heimkehrenden Bauern“, „Abend“, „Ein Blick in den Wald während der Dämmerung“ und „Die Farbtöne der untergehenden Sonne“.

Leben

Julius Sergius von Klever wurde am 31. Januar 1850 als Sohn eines baltendeutschen Chemikers in Estland geboren.

Schon früh zeigte sich das künstlerische Talent des Knaben und so bekam er seinen ersten Zeichen- und Malunterricht von Konstantin von Kügelgen.

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Dorpat schrieb sich der junge von Klever 1867 an der „Russischen Kunstakademie der Bildenden Künste“ in Sankt Petersburg ein. Auf Wunsch seines Vaters sollte er hier Architektur studieren, doch schon nach wenigen Wochen wechselte er in die Malklasse von Michail Klodt und Warjabjow, wo er in der Landschaftsmalerei unterrichtet wurde.

1870 verließ von Klever die Akademie und begab sich anschließend auf eine Studienreise in die russischen Ostseeprovinzen. Hier entstanden zahlreiche Landschaftsbilder, die er ab 1873 auf verschiedenen Ausstellungen in Russland und auch außerhalb seines Heimatlandes präsentierte.

1878 wurde der Maler zum Mitglied der „Petersburger Akademie“ gewählt. Drei Jahre später avancierte er zum Professor für Landschaftsmalerei.

1882 kam von Klevers Sohn Julius zur Welt, der später unter dem Namen Julius von Klever d. J. ebenfalls als Maler Bekanntheit erlangte.

Im Jahr 1893 erhob Kaiser Alexander III. den russischen Maler in den erblichen Adelsstand. Neben der Familie des Kaiserhauses erwarben von nun an auch die wichtigen russischen Galerien zahlreiche Gemälde von ihm.

Am 24. Dezember 1924 starb Julius Sergius von Klever schließlich im Alter von 74 Jahren in Leningrad.