Julius Caesar Ibbetson

Julius Caesar Ibbetson

Julius Caesar Ibbetson (1759 – 1817) war ein britischer Landschaftsmaler und Aquarellzeichner.

Neben seinen zahlreichen Landschaften und Genreszenen hielt Ibbetson auch zeichnerisch die frühen industriellen Entwicklungen seiner Region fest.

Mit Werken wie beispielsweise dem Ölbild „George Biggins Aufstieg in Lunardis Ballon“, hinterließ der Künstler nicht nur wunderschöne Gemälde, sondern auch gleichzeitig wertvolle Zeitzeugen.

Leben

Julius Caesar Ibbetson wurde am 29. Dezember 1759 als zweiter Sohn des Tuchmachers Richard Ibbetson aus Yorkshire im englischen Leeds geboren.

Seinem künstlerischen Talent entsprechend ließ er sich in den Jahren 1772 bis 1777 von dem Schiffsmaler John Fletcher in Hull ausbilden.

Danach siedelte er nach London über und arbeitete hier die kommenden zehn Jahre hauptsächlich als Restaurator.

1780 heiratete er seine erste Frau Elizabeth und schrieb 1782 einen Bericht über sein Leben.

1783 kam sein Sohn Julius Caesar der Jüngere zur Welt, der später als Zeichner und Gastwirt arbeitete.

Ab 1785 stellte Ibbetson seine Werke regelmäßig an der „Royal Academy“ aus.

Durch den persönlichen Einsatz von Kapitän William Baillie wurde er im Jahr 1787 zum Zeichner des in Peking ansässigen Generals und Diplomaten William Cathcart, 1. Earl Cathcart, ernannt.

Auf dieser Reise entstanden mehrere Aquarellzeichnungen von Tieren und Pflanzen.

Während seiner Abwesenheit wurde Ibbetsons Porträt „George Biggin“ in der Royal Academy ausgestellt und mit großem Beifall gefeiert.

1789 besuchte der Künstler den Viscount Mountstuart in Cardiff Castle, Wales und malte die Landschaft, detaillierte Aquarelle von Eisenöfen und Kupferminen.

Nach einem Aufenthalt auf der „Isle of Wight“ im Jahr 1790 begann er mit seinen Darstellungen von Schiffswracks und Schmugglern.

Vier Jahre später erhielt Ibbetson einen Auftrag von David Murray, 2. Earl of Mansfield, das „Kenwood House“ auszumalen und zu dekorieren. Diese Arbeit lenkte ihn etwas von der Verzweiflung über den Tod seiner inzwischen verstorbenen Frau ab.

1798 zog der Künstler nach Liverpool, um hier für Thomas Vernon zu arbeiten.

1801 nahm er Bella Thompson zu seiner zweiten Frau und zog mit ihr und den Kindern nach Ambleside.

Zwei Jahre später traf Ibbetson den aus Yorkshire stammenden Großgrundbesitzer und Philanthropen William Danby. Als dessen Protegé zog er 1805 nach Masham, wo er umgeben von seiner Familie, den Rest seines Lebens verbrachte.

Am 13. Oktober 1817 starb Julius Caesar Ibbetson im Alter von 57 Jahren in Masham.