Johann Andreas Herrlein

Johann Andreas Herrlein

Johann Andreas Herrlein (1723 – 1796) war ein deutscher Maler, dessen Werk im Stil des Barocks und Rokokos entstand.

Herrlein schuf neben seinen weltlichen Arbeiten für den Adel und das Bürgertum auch unzählige Werke für die geistliche Klientel.

Seine Themenpalette war vielseitig und reichte von stimmungsvollen Porträts und Genrebildern, wie beispielsweise „In der Bauernschenke“, „Die Kinder“, „Bauern beim Kartenspiel“ und „Familie in der Stube“ bis hin zu Stadtansichten und Panoramen.

In seinem künstlerischen Schaffen versuchte Herrlein zwischen der holländischen Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts und der Malerei der deutschen Romantik zu vermitteln.

Leben

Johann Andreas Herrlein wurde am 10. Oktober 1723 als Sohn des Bäckers und späteren Fassadenmalers Johann Andreas Herrlein und dessen Frau Maria Justina in Münnerstadt geboren.

Als der Junge neun Jahre alt war lebte die Familie im unterfränkischen Kleinbardorf.

Seine erste künstlerische Ausbildung erhielt Herrlein gemeinsam mit seinen beiden Brüdern Johann Peter und Andreas von seinem Vater.

1746 war er dann als selbstständiger Maler in der Pfarrkirche St. Martin in Eltinghausen, einem heutigen Teil der Gemeinde Oerlenbach, tätig. Er schuf hier die Deckenfresken und das Altarblatt.

Im selben Jahr ließ er sich in Fulda nieder und wurde vermutlich in die Malerwerkstatt des Hofmalers Emanuel Wohlhaupter aufgenommen.

1747 heiratete Herrlein die Tochter seines Meisters Maria Theresia Wohlhaupter. Aus dieser Ehe gingen sechs Kindern hervor.

Nach dem Tod seines Schwiegervaters füllte er dessen Platz und avancierte 1756 zum Hofmaler der Fürstbischöfe in Fulda, in deren Auftrag er in den kommenden Jahren zahlreiche seiner Werke schuf.

Daneben porträtierte er Fuldaer Privatpersonen und stattete andere Kirchen aus dem Bistum mit seinen Malereien aus.

Am 3. September 1796 starb Johann Andreas Herrlein, 24 Tage vor seinem 73. Geburtstag, in Fulda.