Jean-Baptiste Isabey

Jean-Baptiste Isabey

Jean-Baptiste Isabey (1767 – 1855) war ein französischer Maler und Grafiker, der sich hauptsächlich auf Porträts und Miniaturen spezialisierte.

Isabey war als Künstler sehr beliebt und genoss die Gunst von vielen populären Persönlichkeiten. Darunter befand sich auch das Ehepaar Joséphine de Beauharnais und Napoleon Bonaparte.

Neben Bildern wie „Der schiefe Turm von Pisa“, „Delegiertensitzung beim Wiener Kongress 1814/1815“, „Porträt einer jungen Dame“, „Prinzessin Daria Lieven“ und „Christine Boyer“, schuf Isabey das Ölgemälde „Napoleon Bonaparte in Malmaison“. Damit entstand eines der besten und authentischsten Porträts des Kaisers der Franzosen.

Leben

Jean-Baptiste Isabey wurde am 11. April 1767 im französischen Nancy geboren.

Nach seiner Schulzeit blieb der Neunzehnjährige zunächst in seiner Heimatstadt und absolvierte hier ein Mal- und Zeichenstudium.

Danach wurde er Schüler bei dem Miniatur- und Hofmaler François Dumont. Seinen Lebensunterhalt verdiente Isabey in dieser Zeit u. a. mit Malereien auf Schnupftabakdosen.

Bald darauf erfüllte er einen seiner ersten Aufträge für Marie-Antoinette und ließ sich anschließend von Louis Davids unterrichten, der ihn in das Grundwissen des Neoklassizismus einführte.

Am 13. August 1791 heiratete der Künstler Laurence Salian, die er während eines Spaziergangs kennengelernt hatte.

Durch die Kontakte seines Lehrers Louis Davids erhielt Isabey nun zunehmend Porträtaufträge bekannter Persönlichkeiten. Besonders die weibliche Klientel schätzte seine Malweise, denn der Künstler verstand es, die Gesichter der Frauen zu verschönern und zu verjüngen. Eine Schmeichelei, die von den Damen gerne angenommen wurde.

Schon bald avancierte Isabey zum Hofmaler von Napoleon Bonaparte, der ihn und sein Talent überaus schätzte und ihm sehr vertraute. Auch Josephine, seine Frau, ließ sich von dem Maler aus Nancy überaus gerne porträtieren.

Am 22. Juli 1803 wurde Isabeys Sohn Eugène geboren. Auch er wurde später ein Maler und spezialisierte sich hauptsächlich auf Landschaften, Marinemotive und Genreszenen.

Am 2. Dezember 1804 fand die Krönung von Josephine und Napoleon statt. Isabey spielte eine wichtige Rolle bei den Vorbereitungen der aufwendigen Festlichkeiten. Außerdem schuf er rund 32 Zeichnungen mit Motiven der Krönungszeremonie, die zum Andenken an dieses historische Ereignis bei ihm in Auftrag gegeben wurden.

Napoleon führte in den kommenden Jahren ruhmreiche Feldzüge, die ihn in der ganzen Welt populär machten. Doch sein vorletzter Kampf gegen Russland endete in einer Katastrophe und damit kam es im Jahr 1812 zur Erschütterung seiner Herrschaft.

Isabey hielt indessen treu zu Napoleon. Selbst als dieser nach seiner Verbannung auf Elba und der Rückkehr an die Macht 1815 die Schlacht bei Waterloo verloren hatte.

Der Künstler ging 1816 schließlich nach England ins Exil und kehrte 1817 wieder in sein Heimatland Frankreich zurück.

Während des Pariser Salons im Jahr 1820 feierte er mit einer Zeichnung, die ihn und seine Familie abbildete, einen riesigen Erfolg.

Neun Jahre später starb Isabeys Frau und bald darauf heiratete er seine Schülerin Eugénie Maystre. Aus dieser Ehe gingen die beiden Kinder Henri und Henriette hervor.

1837 wurde der Künstler zum Assistenzkurator der „Königlichen Museen“ ernannt.

17 Jahre später ernannte ihn Napoléon III zum Kommandeur der Ehrenlegion.

Am 18. April 1855 starb Jean-Baptiste Isabey schließlich im Alter von 88 Jahren in Paris an einer Lungenentzündung.

Aktuell

Das Geburtshaus des französischen Malers befindet sich noch heute an der St-Dizier Straße, unmittelbar am Marktplatz von Nancy.