Jan Brueghel d.Ä.

Jan Brueghel d. Ä.

Jan Brueghel d. Ä. (1568 – 1625) war ein bedeutender flämischer Maler und entstammte, ebenso wie sein jüngerer Bruder Pieter Brueghel d. J., der Malerdynastie Brueghel.

Das künstlerische Talent wurde Brueghel d. Ä. in die Wiege gelegt und das wusste der Maler bereits in jungen Jahren hervorragend anzuwenden.

So entstanden unter seinen Händen zahlreiche Landschaftsgemälde von außergewöhnlicher Qualität, meist mit kleinen Staffagen belebt. Hierzu zählen beispielsweise die Werke „Landschaft mit Windmühle“, „Großer Fischmarkt“, „Noah führt die Tiere in die Arche“, „Der heilige Hubertus“ und „Jona entsteigt dem Walfisch“.

Daneben schuf der brillante Künstler hochfeine und detailgetreue Blumenbilder, die sich häufig als opulente Stillleben und kunstvoll gebundene Blumenkränze präsentieren. Die zahlreichen mythologischen Gemälde und Allegorien ergänzen Brueghels reiches Oeuvre.

Leben

Jan Brueghel d. Ä. wurde im Jahr 1568 als Sohn des Malers Pieter Brueghel d. Ä. in Brüssel geboren.

Schon früh kam der Künstler nach Italien und hielt sich zwischen 1590 und 1595 in Mailand und Rom auf.

In der italienischen Hauptstadt begegnete er dem Landschaftsmaler Paul Bril und freundete sich mit ihm an. Genau wie Bril erfüllte auch Brueghel d. Ä. Aufträge, die er dann arbeitsteilig mit Johannes Rottenhammer ausführte.

Neben seinen Malereien pflegte er in Rom auch Kontakte zu anderen Malern und Mäzenen. Er schuf etliche Zeichnungen, darunter Abbildungen des Kolosseums, antiker Gräber und des Sibyllentempels in Tivoli.

Nach seinem mehrjährigen Aufenthalt in Rom kehrte er 1596 zurück nach Flandern und wurde hier im Jahr 1597 in die Antwerpener Malergilde aufgenommen.

Brueghel d. Ä. heiratete am 23. Januar 1599 und am 13. September 1601 kam der erste Sohn Jan zur Welt. Später wurde Jan Brueghel der Jüngere ebenfalls ein Maler, der durch seine Landschafts-, Blumen- und Tiermotive bekannt wurde.

1601/1602 erfolgte Brueghels Ernennung zum Dekan der „Sint-Lucasgilde“.

1604 begab sich der Maler auf eine Reise nach Prag und war anschließend für den Brüsseler Hof des erzherzoglichen Statthalterpaares künstlerisch tätig.

1616/18 schuf er in Zusammenarbeit mit seinem Künstlerfreund Peter Paul Rubens das bekannteste Gemälde dieser Kooperation "Madonna mit dem Blumenkranz“.

Heute sind sich viele Kunstkritiker darüber einig, dass sich beide Maler auf Augenhöhe befanden.

Am 13. Januar 1625 starb Jan Brueghel d. Ä. an den Folgen der Cholera in Antwerpen.