Jacob Lehnen

Jakob Lehnen

Jakob Lehnen (1803 – 1847) war ein deutscher Maler des 19. Jahrhunderts und zählt zur Düsseldorfer Malerschule.

Farbstarke Darstellungen von Früchtearrangements und Jagdstillleben wie „Stillleben mit Orangen und Eichenlaub“, „Kleines Früchtestillleben mit Erdbeeren und Kirschen“, „Stillleben mit Weintrauben und erlegten Vögeln auf einer Marmorplatte“ und „Stillleben mit Römer“ waren Lehnens Themen und dokumentieren sein großartiges Künstlertalent.

Heute befinden sich einige Werke des deutschen Malers u. a. im Kunstmuseum Düsseldorf, dem Düsseldorfer Stadtmuseum und in der Nationalgalerie Berlin.

Leben

Jakob Lehnen wurde am 17. Januar 1803 als Sohn des wohlhabenden Ackerbesitzers Johann Lehnen und dessen Frau Anna Margaretha Becker im rheinlandpfälzischen Hinterweiler (Eifel) geboren.

Lehnen wuchs gemeinsam mit zehn Geschwistern auf und besuchte nach seiner Grundschulzeit das Königliche Gymnasiums in Koblenz.

Sein Mal- und Zeichentalent war offensichtlich. Durch die Förderung seines Zeichenlehrers Konrad Zick folgte er dessen Empfehlung und wechselte 1823 an die „Kunstakademie Düsseldorf“. Hier besuchte er den Unterricht der beiden Maler Peter von Cornelius und Wilhelm von Schadow.

Zwei Jahre später hatte sich der 22-jährige Lehnen zu einem hervorragenden Stilllebenspezialisten entwickelt und genoss an der Akademie bereits hohes Ansehen.

1838 lebte er in Koblenz, wo er u. a. als populärer Karnevalsprinz nicht nur seine Malerfreunde faszinierte.

Um 1840 gehörte Lehnen dann endgültig zu den bekanntesten rheinischen Stilllebenmalern. Noch rund sieben Jahre lang produzierte er seine wundervollen Bilder.

Am 25. September 1847 fand man Jakob Lehnen schließlich tot hinter seiner Staffelei. Vermutlich war der 44-jährige Künstler hier an einem Schlaganfall gestorben.

Besonderes

Jakob Lehnen war, ebenso wie fünf seiner Brüder, kleinwüchsig. Im Alter von vier Jahren hörte er plötzlich auf zu wachsen und maß bis zu seinem Lebensende gerade einmal 94 cm. Das brachte ihm später den Beinamen „Malerzwerg“ ein.

Kein leichtes Schicksal für einen heranwachsenden Mann. Doch in seiner Kunst fand Lehnen eine tiefe Befriedigung und empfing bereits zu Lebzeiten hohe Anerkennung und Respekt für sein Talent.