Giuseppe Arcimboldo

Giuseppe Arcimboldo

Giuseppe Arcimboldo

Giuseppe Arcimboldo (um 1526 – 1593) war ein italienischer Maler der Spätrenaissance, insbesondere des Manierismus des 16. Jahrhunderts.

Besonders berühmt wurde Arcimboldo durch seine opulenten und außergewöhnlichen Tafelbilder, auf denen sich menschliche Körper, Bücher, Blumen, Früchte und Gemüse zu menschlichen Porträts formieren. Hierzu gehört auch seine weltberühmte Gemäldeserie „Vier Jahreszeiten“, die der Künstler in verschiedenen Ausführungen schuf und die heute als vollständige Serie im Pariser Louvre aufbewahrt wird.

Eine weitere Bilderserie entstand mit den Darstellungen der vier Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde, die Arcimboldo mit beziehungsträchtigen Details ausgerüstet und ebenfalls zu fantastischen Porträts gestaltet hat.

Neben diesen Serien schuf der Künstler noch andere fantasieanregende Bildkompositionen wie beispielsweise „Der Bibliothekar“, „Vertumnus (Kaiser Rudolf II.)“, „Der Kellner“ und „Der Gemüsegärtner“.

Leben

Giuseppe Arcimboldo wurde um 1526 als Sohn des Künstlers Biagio Arcimboldo in Mailand geboren.

Wie Giuseppe seine Kindheit und Jugend verbrachte, ist nahezu unbekannt.

Von 1549 bis 1559 arbeitete er gemeinsam mit seinem Vater an der Ausgestaltung des Mailänder Doms.

Im Jahr 1562 wurde der begabte Arcimboldo an den Wiener Hof berufen, wo er als Porträtist und Kopist verschiedene Auftragsarbeiten für Kaiser Ferdinand I. sowie für dessen Nachfolger Maximilian II. und Rudolf II. erledigte.

1564 ernannte ihn Kaiser Maximilian II. zum Hofmaler und wenig später begann Arcimboldo mit seinen aufwendigen Bilderserien „Vier Jahreszeiten“ und „Vier Elemente“. Beide Gemäldefolgen wurden Maximilian II. am Neujahrstag des Jahres 1569 präsentiert.

Der schickte Arcimboldo 1570 nach Prag, um für sich einen großen Festzug mit mythologischen Motiven gestalten zu lassen.

Auch in den kommenden Jahren beeindruckte der Mailänder mit seiner einfallsreichen Malerei, aber auch als Bühnenbildner, Architekt und Ingenieur konnte er überzeugen. Sogar als Organisator von opulenten Festen verstand es Arcimboldo, den Kaiser und das Volk zu begeistern.

Ab dem Jahr 1575 war er nun Hofmaler von Kaiser Rudolf II., der sich sehr für die Kunst und Wissenschaft interessierte.

So beschäftigte sich auch Arcimboldo mit der Technik und tüftelte an hydraulischen Maschinen, die er selbst erfand. Daneben befasste er sich mit einem Museumsprojekt und verschiedenen Experimenten, um seine Theorie, dass die Musik und die Malerei denselben Gesetzen folgen, zu beweisen.

Bis zum Jahr 1587 blieb Arcimboldo im Dienst von Rudolf II., der ihn nur ungern ziehen ließ. Als Anerkennung hatte ihm der Kaiser seinen Erbadel bestätigt und mit einem Wappen ausgestattet.

Arcimboldo kehrte in seine Heimatstadt Mailand zurück und erhielt im Jahr 1592 den nicht erblichen Titel eines Pfalzgrafen.

Am 11. Juli 1593 starb Giuseppe Arcimboldo nach einem arbeitsreichen Künstlerleben in Mailand.

Besonderes

Am 9. Mai 2001 wurde der Asteroid (6556) nach dem großartigen und vielseitigen Künstler „Arcimboldo“ benannt. Er befindet sich im Hauptgürtel unseres Sonnensystems.