Giovanni Battista (Sassoferrato) Salvi

Giovanni Battista (Sassoferrato) Salvi

Giovanni Battista (Sassoferrato) Salvi (1609 – 1685) war ein italienischer Barockmaler des 17. Jahrhunderts.

Salvi, auch Sassoferrato (nach seiner Heimatstadt) benannt, reiste bereits in sehr jungen Jahren nach Rom, um hier die Werke von Raffael zu studieren.

Später hielt er sich dann in Neapel auf und kam mit den Arbeiten von Annibale Carracci und dessen Umfeld, wie dem Maler Guido Reni, in Berührung.

Neben seinen vielen kleineren Werken wie „Madonna mit Kind“, „Maria mit dem schlafenden Jesuskind“, „Selbstporträt“, Kopf der Madonna“ und „Die Heilige Familie“, schuf Salvi auch einige Gemälde für das Benediktinerkloster San Pietro in Perugia sowie sein imposantes Altarbild „Madonna del Rosario“, das noch heute die „Basilika Santa Sabina all’Aventino“ in Rom schmückt.

Leben

Giovanni Battista (Sassoferrato) Salvi wurde am 25. August 1609 im mittelitalienischen Sassoferrato geboren.

Seine künstlerische Ausbildung erhielt er zunächst von seinem Vater, dem Maler Tarquinio Salvi. Danach ließ er sich von dem Bologneser Domenichino, dem Hauptlehrling des Annibale Carracci, weiter unterrichten.

Auch wenn Domenichino sein Meister war, so ließ er sich besonders von dem Carracci-Auszubildenden Guido Reni beeinflussen, der zudem sein Mentor war.

Aber auch die Werke anderer Maler wie die von Albrecht Dürer, Guercino und Raphael inspirierten Salvi in seinem Wirken und hatten entscheidenden Einfluss auf seine eigenen Arbeiten.

In den kommenden Jahren erfüllte der Künstler nur wenige öffentliche Aufträge, da er sich hauptsächlich auf das Schaffen von verschiedenen Versionen des Andachtsbildes konzentrierte. Seine Kunden waren private Gönner, für die er zahlreiche Kopien produzierte.

Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte Salvi in Rom. Ob er verheiratet war und Kinder hatte, ist nicht bekannt. Viele Details seiner Biografie fehlen oder wurden nur sehr spärlich überliefert.

Am 8. August 1685 starb Giovanni Battista (Sassoferrato) Salvi, siebzehn Tage vor seinem sechsundsiebzigsten Geburtstag, in Rom.