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Fritz von Uhde
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Fritz von Uhde: In der Sommerfrische. 1883

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Fritz von Uhde: Interieur (Schwestern). 1896

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Fritz von Uhde

Fritz von Uhde (1848–1911) war ein deutscher Maler und Kavallerieoffizier, dessen Stil sich zwischen Realismus und Impressionismus bewegte.

Uhdes Œuvre beinhaltet eine breite Themenpalette und zeugt von der beeindruckenden Vielseitigkeit des großen Künstlers. Neben Porträts, religiösen Darstellungen wie beispielsweise „Tobias mit dem Engel“ und „Lasset die Kindlein zu mir kommen“, entstanden Modell- und Landschaftsstudien und seine wundervollen Genremalereien wie beispielsweise „In der Sommerfrische“, „Interieur (Schwestern)“, „Heideprinzesschen“, „Die Schulstunde“, „Die große Schwester“, „Die Kinderstube“ und „Näherin am Fenster“.

Im Mittelpunkt von Uhdes künstlerischem Schaffen stand nicht nur das Streben nach einer realistischen Ausdrucksweise, sondern auch die ständige Suche nach dem Licht, das er in seinen Darstellungen so naturgetreu wie möglich wiedergeben wollte.

Bereits zu Lebzeiten galt Uhde als Klassiker der Kunst. Damit hat der wundervolle Maler ein Stück deutsche Kunstgeschichte mitgeschrieben.

Leben

Fritz von Uhde, gebürtig Friedrich Hermann Carl Uhde, wurde am 22. Mai 1848 im sächsischen Gutsbezirk Wolkenberg geboren. Sein Vater Bernhard von Uhde war Kreisdirektor von Zwickau, sächsischer Regierungsrat und Präsident des Evangelischen Landeskonsistoriums in Sachsen. Seine Mutter, Anna Auguste Clara Nollain, war die Tochter des Oberforstsekretärs Friedrich Nollain.

Nach seiner Schulausbildung, die er u. a. am Gymnasium in Zwickau und Dresden absolvierte, wollte der junge Uhde in die österreichische Armee eintreten. Dieser Wunsch wurde vom Elternhaus strikt abgelehnt, und so schrieb sich Uhde 1866 in die Kunstakademie von Dresden ein.

Da ihm schon nach kurzer Zeit das starre und pedantische Abzeichnen von Büsten und Masken immer mehr missfiel, brach Uhde nach knapp drei Monaten seine Ausbildung ab, um nun doch die Offizierslaufbahn einzuschlagen.

So trat er am 1. Oktober 1867 in das sächsische Gardereiterregiment ein. Schon bald avancierte Uhde erst zum Fähnrich und ein Jahr später zum Seconde-Leutnant im Gardereiterregiment Dresden/Pirna.

Im Sommer 1870 marschierte Uhde in den Krieg, wurde Ordonnanzoffizier und nahm teil am Sturm auf St. Privat (Metz, Frankreich). Ausgezeichnet mit dem Ritterkreuz 2. Klasse folgte erst die Ernennung zum Brigadeadjutant und danach zum Adjutant des 3. Reiterregiments und des Karabinerregiments. Unterwegs entstanden Uhdes Werke „Schlacht bei Sedan und Revanche“.

1878 verabschiedete sich der Offizier und Künstler vom Militärdienst und zog nach München. Hier traf er den ungarischen Maler Michael Munkacsy, der in Paris künstlerischen Ruhm erlangt hatte und ihn einlud, zu ihm in die französische Hauptstadt zu kommen. Uhde sagte zu und malte ein paar Wochen in Munkacsys Atelier. Daneben fuhr er mit seinen Studien der Niederländer fort.

Im Mai 1880 heiratete der Künstler Amalie von Endres, die Tochter des Oberappellationsgerichtsrats Nikolaus von Endres. Aus dieser Ehe gingen drei Töchter hervor.

Uhde begegnete Max Liebermann. Zwischen den beiden Malern entwickelte sich schnell eine enge Freundschaft.

1884 entstand Uhdes erstes Gemälde mit religiösem Motiv „Lasset die Kindlein zu mir kommen“.

Zwei Jahre später starb seine Frau Amalie bei der Geburt ihres dritten Kindes. Uhde zog daraufhin seine Kinder alleine groß.

1888 hielt sich der Künstler regelmäßig in Dachau auf und arbeitete an neuen Bildern. Dabei entstanden seine bekannten Gemälde "Schwerer Gang" und "Junge Frau mit Krug“.

1896 kaufte Uhde ein Landhaus am Starnberger See, wo er die meiste Zeit des Sommers verbrachte. In dieser idyllischen Umgebung schuf er u. a. auch sein bekanntes Ölgemälde „In der Gartenlaube“.

Am 25. Februar 1911 starb Fritz von Uhde, der im Laufe seines Lebens mit unzähligen Ehrungen bedacht wurde, im Alter von 62 Jahren in München.

Aktuell

Die „Alte Nationalgalerie“ in Berlin beherbergt einige der wunderbaren Werke Uhdes, darunter sein prominentes Kindermotiv „Heideprinzesschen“.

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