Carl Friedrich Heinrich Werner

Carl Friedrich Heinrich Werner


Carl Friedrich Heinrich Werner (1808 - 1894) war ein bedeutender deutscher Aquarell- und Architekturmaler des 19. Jahrhunderts.

Carl Friedrich Heinrich Werner wurde am 4. Oktober 1808 als Sohn eines Gesang- und Klavierlehrers in Weimar geboren.

Bereits als Kind führte Werner fast schon ein Wanderleben. Erst Weimar, dann Mannheim und Würzburg, und schließlich kam er im Alter von neun Jahren mit seiner Familie nach Leipzig. Hier erhielt seine Mutter ein Engagement als Sängerin am Stadttheater.

Nach seiner Schulzeit wollte Werner Baumeister werden und erlernte bei dem Zimmermeister Lüders das Zimmerhandwerk.

1824 studierte er dann an der Leipziger Akademie, wo er sich von dem Maler und Radierer Veit Hanns Schnorr von Carolsfeld im Zeichnen ausbilden ließ.

Von 1826 bis 1827 erweiterte er sein Wissen durch das Studium der Kameralistik. Hierbei erlernte er die notwendigen Kenntnisse, die er als Kammerbeamter in der Verwaltung eines absolutistischen Staates benötigte.

Nachdem Werner die Leipziger Universität mit zwei erfolgreichen Abschlüssen verlassen hatte, ging er nach München, um hier Architektur zu studieren. Sein Lehrer an der hiesigen Architektenschule war der deutsche Baumeister und Architekt Friedrich Wilhelm von Gärtner, der auch gleichzeitig als Leiter für die Schule verantwortlich war.

Während seiner Studienzeit in München kam Werner schließlich zu der Erkenntnis, dass sein Talent wohl doch mehr auf die Malerei hinwies, als auf das Baufach. So entschloss er sich, endgültig den Beruf des Kunstmalers einzuschlagen.

Im Jahr 1831 kehrte er nach Leipzig zurück, wo er mit dem Zeichnen zahlreicher sächsischer Baudenkmäler begann.

Seine Arbeiten, die auch in Dresden ausgestellt wurden, zogen bald schon die Aufmerksamkeit des Generaldirektors der „Dresdner Akademie der bildenden Künste“, des Grafen Vitzthum v. Eckstädt, auf sich. Durch ihn erhielt Werner schließlich das große sächsische Reisestipendium für drei Jahre.

Bereits im darauffolgenden Jahr ließ sich Werner als Maler in Italien nieder und trat dort im Jahr 1835 zum katholischen Glauben über.

Im Jahr 1842 wurde sein Sohn Rinaldo geboren, der später ebenfalls als Maler tätig war.

Ab 1845 war Werner mehrere Jahre als Vorsitzender des Deutschen Künstlervereins in Rom tätig.

Drei Jahre später siedelte er nach Venedig über, wo er ein Meisteratelier für Aquarellmalerei gründete. Zu den damaligen Schülern des Studios zählte auch der österreichische Maler und Kupferstecher Ludwig Passini.

Zu jener Zeit schuf Werner mit „Triumph des Dogen Andrea Contarini nach der Schlacht bei Chioggia“, eines seiner größten Aquarelle.

Inzwischen hatte er an bestehende Verbindungen in London angeknüpft und bei Hofe und in der Aristokratie vortreffliche Aufnahme gefunden. Schließlich wurde er zum Mitglied des „Institutes of Painters in Watercolours“ ernannt.

Werner lebte bis zum Jahr 1855 in Italien und kehrte anschließend zurück nach Leipzig. Von hier aus unternahm er immer wieder große Auslandsreisen, die ihn u. a. nach England, Spanien, Griechenland, Italien und in das Heilige Land führten.

Im Jahr 1882 wurde der Künstler an die „Kunstakademie für Aquarellmalerei“ nach Leipzig. berufen, um hier zu unterrichten.

Am 10. Januar 1894 starb Carl Friedrich Heinrich Werner schließlich im Alter von 95 Jahren in Leipzig.

Auszug einiger Werke des deutschen Künstlers


„In der Moschee“, „Burghof mit marschierenden Kriegern“, „Festungsbau an der Küste vom Roten Meer“, „Luxor“, „Römische Marktszene“ und „Historische Szene im Hof des Dogenpalastes in Venedig“.