Giuseppe Bernardino Bison

Giuseppe Bernardino Bison

Giuseppe Bernardino Bison (1762 – 1844) war ein italienischer Maler und Zeichner des Klassizismus. Bekannt wurde er durch seine brillante Technik, die sich in einer Vielzahl verschiedener Genres und Themen zeigt.

Dabei spielten für den Künstler Darstellungen von Landschaften mit und ohne Figuren sowie verschiedene Ansichten von Venedig eine primäre Rolle.

Besonders häufig wählte er für seine venezianischen Motive den Markusplatz. So entstanden u. a. Gemälde wie „Der Markusplatz in Venedig gegen das Meer“, „Blick auf den Markusplatz mit dem Dogenpalast“ und „Ansicht von Venedig“.

Giuseppe Bernardino Bison war ein vielseitiger Maler, der mit seiner lebendigen Pinselführung und frischen hellen Farben herrliche Landschaften, wie „Pastorale Flusslandschaft mit Hirten“, „Landschaft mit Wanderern und Wasserfall“, und „Landschaft mit Figuren und Brücke“ schuf.

Daneben entstanden viele Zeichnungen, die er hauptsächlich als eigenständige Kunstwerke behandelte, weniger als Vorstudien für seine Gemälde.

Für seine Werke verwendete Bison überwiegend Ölfarbe, Tempera und Tinte und wählte als Malgrund u. a. Leinwand, Pergament und Karton.

Sein Leben lang blieb der Künstler seinem zeitlosen Malstil treu und war bis kurz vor seinem Tod noch künstlerisch tätig.

Leben

Am 16. Juni 1762 wurde Giuseppe Bernardino Bison in der italienischen Stadt Palmanova geboren.

Gemeinsam mit seinen Eltern siedelte er nach Brescia und ging dort bereits im Kindesalter in die Lehre eines Restaurators.

Als die Familie wieder nach Venedig zurückkehrte, lernte und arbeitete der inzwischen vierzehnjährige Bison im Atelier von Antonio Maria Zenetti.

1779 war der junge Künstler als Dekorationsmaler tätig und verschönerte in den nachfolgenden Jahren viele Häuser und Wohnungen mit seinen Fresken.

Bison freundete sich mit Gian Antonio Selva, dem Architekten des Gran Teatro La Fenice di Venezia an, auf dessen Empfehlung er eine Anstellung als Bühnenmaler bekam. In dieser Funktion schuf Bison unzählige Tafelbilder und Theaterdekorationen für die Opernhäuser der Städte Görz (Gorizia), Treviso, Venedig und Triest.

Vermutlich hielt sich Giuseppe Bernardino Bison ab dem Jahr 1805 für längere Zeit in der Hafenstadt Triest auf. Hier arbeitete der Künstler u. a. in der Kirche Santa Maria Maggiore und in den Palästen „Carciotti“ und „della Borsa“.

Nach rund 27 Jahren verließ Bison Triest, um in Mailand an der Akademie der Schönen Künste eine Stelle anzutreten.

Am 24. August 1844 starb Giuseppe Bernardino Bison in Mailand.