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Pierre-Auguste Renoir

Pierre-Auguste Renoir

Pierre-Auguste Renoir

Biografie von Pierre-Auguste Renoir

Pierre-Auguste Renoir (1841-1919) war ein französischer Maler und Impressionist, der zu den bedeutendsten Künstlern seiner Zeit zählt.

Der lebensfrohe Künstler begann als Porzellanmaler und fühlte sich ganz der Tradition des französischen Realismus verbunden. Im Laufe seines künstlerischen Schaffens entdeckte er den revolutionären Stil des Impressionismus für sich und schuf Motive aus dem Leben, voller Leuchtkraft und Heiterkeit.

Renoir malte neben Landschaften, wie zum Beispiel seine Meisterwerke Die Bucht von Algier, und Dorf in der Bretagne auch verschiedene Stillleben, Tanzszenen und festliche Veranstaltungen wie Moulin de la Galette, Tanz auf dem Lande und Tänzerin. Unter seinen Werken finden sich außerdem sehr viele Kinder- und Erwachsenenporträts. Dabei galt sein besonderes Interesse der weiblichen Figur. Mal porträtierte er die Damen hochgeschlossen und züchtig, wie auf seinen Werken Bildnis der Madame Claude Monet und Lesendes Mädchen, dann wieder aufreizend, frivol und häufig auch gänzlich unbekleidet.

In späteren Jahren ließ sich Renoir von Werken Raffaels und Ingres inspirieren, wobei er seinen Bilder noch mehr Leuchtkraft und den menschlichen Körperformen deutlich markantere Konturen gab. Zudem befasste er sich mit der Bildhauerei und fertigte kleine Plastiken an.

Renoir war ein Vollblutkünstler, der im Laufe seines Lebens rund 6.000 Ölbilder malte. Trotz seiner späteren rheumatischen Erkrankung und der starken Schmerzen zeigten seine aus dieser Zeit stammenden Gemälde eine ungebremste Leichtigkeit und positive Stimmung.

Leben des Künstlers

Am 25. Februar 1841 wurde Pierre-Auguste Renoir in Limoges, Frankreich geboren.

Vier Jahre später zog die Familie nach Paris, wo Auguste Renoir 1854 seine Lehrjahre bei einem Porzellan- und Textilmaler verbrachte. Der junge Renoir arbeitete mit großer Sorgfalt. Seine handbemalten Stücke fanden bei der Kundschaft großen Anklang. Im Jahr 1858 verdrängte das mechanische Druckverfahren die Handarbeit und Renoir wurde arbeitslos.

Die nächste Zeit überbrückte er mithilfe seiner Ersparnisse und durch Aushilfsarbeiten in einer Goldschmiedewerkstatt, die seinem Bruder gehörte.

Im Jahr 1860 nahm Renoir Unterricht bei dem Maler Charles Gleyre, in dessen Atelier er die Bekanntschaft mit den Impressionisten Alfred Sisley und Claude Monet machte. Eine einflussreiche Begegnung, die ihn in seiner künstlerischen Entwicklung entscheidend prägte. Er entfernte sich immer mehr vom französischen Realismus. Bereits 1863 trat der Stil des Impressionismus deutlich in seinen Werken hervor. Woraufhin er 1864 einige seiner Bilder im Salon de Paris ausstellte. Nachdem sechs Jahre später der Deutsch-Französische Krieg (1870/1871) ausbrach, meldete sich Renoir freiwillig zur Armee.

In den folgenden Jahren hielt er engen Kontakt zu seinen Malerkollegen Claude Monet und Alfred Sisley, zu deren Kreis bald auch Edouard Manet gehörte.

Seine Reisen in den Jahren 1881 und 1882 nach Italien und Algerien animierten ihn, seinen eigenen Stil herauszuarbeiten. Dabei entfernte er sich mehr und mehr vom Impressionismus. Sein Interesse galt nunmehr der Konturenmalerei. Er sah sich in dieser Zeit wohl mehr als Handwerker und weniger als Künstler. Trotzdem stellte Renoir 1883 noch eine Vielzahl seiner Bilder in einer Einzelausstellung aus. Allerdings folgte daraufhin eine weitere Schaffenskrise, die er selbst als künstlerische Sackgasse beschrieb.

Als persönlicher Höhepunkt wurde 1885 sein Sohn Pierre geboren, worauf Renoir vier Jahre die Mutter des Kindes Aline heiratete. In den Jahren 1894 und 1901 freute sich das Ehepaar schließlich über zwei weitere Söhne. Renoirs Malerei gewann wieder an Farbigkeit und Sinnlichkeit, aber er kehrte nicht zum impressionistischen Stil zurück.

Leben mit schwerwiegender Krankheit

Bedauerlicherweise machten sich im Jahr 1982 erste Anzeichen einer rheumatischen Erkrankung bemerkbar, woraufhin Renoir mehrere Kuraufenthalte im Mittelmeerraum machte. Da ihm das milde Mittelmeerklima gut bekam, entschied er sich 1907 zum Umzug nach Cagnes-sur-Mer bei Nizza.

Renoir ließ sich nicht unterkriegen und malte trotz seiner Erkrankung mit einer unaufhörlichen Freude und Leidenschaft weiter. Dafür ließ er sich sogar den Malpinsel an die Hand binden, da er nicht mehr in der Lage war, ihn allein zu halten.

Am 03. Dezember 1919 starb Pierre-Auguste Renoir in Cagnes-sur-Mer.