Arthur Hacker

Arthur Hacker

Arthur Hacker (1858 – 1919) war ein englischer Maler des 19./20. Jahrhunderts.

Hacker war in seinem Schaffen äußerst vielseitig. Aus diesem Grund sind seine Werke nicht klar nur einem Stil zuzuordnen. In seinen frühen Jahren schuf er historische Werke und realistische Landschaften, später beschäftigte er sich mehr mit der Porträtmalerei. Es entstanden beeindruckende Gemälde, wie zum Beispiel „Junge Frau in einem Kahn“, „Frau RE Moare“, „Ein Morgen-Weg“ und „Herbst“. Daneben malte er eine Vielzahl an allegorischen Motiven u. a. „Die Meerjungfrau“, „Die Wolke“, „Das Kloster oder die Welt“ und „Die Syrinx“.

Hackers Gemälde entstanden überwiegend in Öl auf Leinwand und zeigen sich in einer detaillierten Malweise. Viele seiner Bilder leuchten auch heute noch so, als wären sie sanft in Gold getaucht. Sie strahlen eine einzigartige Wärme aus.

Leben

Arthur Hacker wurde am 25. September 1858 als Sohn des Graveurs Edward Hacker in London geboren.

Der junge Künstler studierte erst an der Royal Academy of Arts (Königliche Akademie der Künste) und ließ sich später im Atelier von Léon Bonnat in Paris weiter ausbilden. Für Arthur Hacker war Bonnat, der mit seiner modernen Porträtmalerei internationale Bekanntheit erlangt hatte, der perfekte Lehrer.

Nach seinem Studium widmete sich der Künstler zunächst der Historienmalerei. Zu dieser Zeit entstand u. a. auch das Werk „By the waters of Babylon“, datiert im Jahr 1888.

In den folgenden Jahren wechselte Hacker aber zu seiner eigentlichen Leidenschaft, der Porträtmalerei. Seine Werke verschafften ihm schon bald darauf Respekt und Anerkennung und zudem eine Stelle an der Royal Academy, wo er einige Zeit später auch lehrte.

1910 wurde der Künstler zum Vollmitglied der Königlichen Akademie gewählt. Im selben Jahr entstand eine Reihe von Motiven des nächtlichen Piccadilly Circus, die von einigen seiner Kritiker als „zu modern“ eingestuft wurden.

In seinen späteren Jahren kehrte Hacker wieder zu seinen mythologischen und allegorischen Themen zurück und auch die Porträtmalerei gewann wieder mehr an Bedeutung.

Am 12. November 1919 starb Arthur Hacker im Alter von 61 Jahren in London.