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Glossar: Tiere

Tiere

Tiere

„Manchmal sitzen sie vor Dir mit Augen, so hinschmelzend, so zärtlich und so menschlich, dass sie Dir beinahe Angst machen, denn es ist unmöglich zu glauben, dass da keine Seele in ihnen ist“
meinte weiland der französische Dichter Théophile Gauthier über seine Haustiere. Wie zutreffend seine Worte auch heute noch sind, werden Halter von Hunden, Katzen oder Kaninchen von überall auf der Welt bestätigen können. Doch es sind nicht nur Haustiere, welche die von Gauthier beschriebenen Gefühle auslösen. Betrachtet man beispielsweise das Funkeln in den Augen von majestätischen Raubtieren wie Löwe und Tiger oder den liebevollen Umgang von Elefanten mit ihren Jungen, so spürt man intuitiv, dass es sich auch bei ihnen um beseelte Wesen handelt. Ähnliches gilt für die Kleinsten der Kleinen: Angesichts des filigranen Flugs eines Schmetterlings oder des putzigen Krabbelns eines Marienkäfers ist es schier unmöglich, in ihnen keine fühlenden und denkenden Wesen zu erblicken.

Da sich noch unzählige weitere Beispiele finden lassen, kann mithin gar kein Zweifel daran bestehen, dass jedes Tiere über das verfügt, was wir Seele nennen. Dass dem Menschen dies immer schon bewusst war, zeigt u.a. das englische Wort für Tier, „animal“, dessen Ursprung das lateinische „animus“ ist, welches übersetzt „Atem“, „Seele “ und „Leben“ bedeutet. Noch eindeutiger wird das Ganze allerdings im Bereich der Künste, wo Tiere neben dem Menschen seit jeher das wichtigste Motiv darstellen. Eben dies sollte man auch im Kopf behalten, wenn man das nächste Mal Tierbilder bewundert: Weit davon entfernt, nur dekorative Gegenstände zu sein, sind sie vor allem eine Ode an unsere engsten Verwandten auf Erden und zelebrieren deren Schönheit und Anmut!

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