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Glossar: Rosen

Rosen

Rosen

Ob in China, dem Nahen Osten oder der westlichen Welt:
Seit Tausenden von Jahren gilt die Rose zahlreichen Menschen als Königin der Blumen und ist damit in puncto Beliebtheit ein direkter Konkurrent der ebenfalls vielerorts geschätzten Orchideen. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Wildrosen, welche in der freien Natur vorkommen, und Kulturrosen, die als Zierpflanzen das Produkt menschlicher Züchtung darstellen und Gärten sowie Parks schmücken. Ihren Zauber beziehen die mit Stacheln und gefiederten Laubblättern versehenen Pflanzen bekannter weise aus ihren anmutigen und lieblich duftenden Blüten. Weniger bekannt sind dagegen Details zur Bedeutung der Rose in Mythologie und Kulturgeschichte.

Rote Rosen etwa waren bereits in der Antike Zeichen von Liebe und Leidenschaft und so illustren Göttern wie Aphrodite oder Eros geweiht. Gleichzeitig war mit ihnen aber auch die Vorstellung von Vergänglichkeit und Tod verbunden – eine Deutung, die wir Heutigen kaum noch verstehen.
Weiße Rosen wiederum standen für Unschuld und Verschwiegenheit, was sich vor allem in der Einrichtung mittelalterlicher Kirchen niederschlug: Das Schnitzwerk über vielen Beichtstühlen beinhaltete Rosenmotive, um besondere Vertraulichkeit zu signalisieren.

Eine wichtige Rolle spielten Rosen zudem in den Wappen von Königs- oder Fürstenhäusern. Berühmt ist das Beispiel der Häuser York und Lancaster in England, deren Wappen eine weiße bzw. rote Rose aufwies und welche sich in den berüchtigten Rosenkriegen im 15. Jahrhundert um die englische Königskrone bekämpften. In der heutigen Zeit haben Rosen – mit Ausnahme der roten Rose – vieles von ihrer einstmaligen Symbolkraft eingebüßt. Dies ist allerdings nicht zu bedauern, ist es uns dadurch doch möglich, sie als das zu bewundern, was sie sind: ein ästhetisches Erlebnis und ein Blickfang sondergleichen!

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