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Glossar: Expressionismus

Expressionismus

Expressionismus

Die Kunstrichtung des Expressionismus entstand Ende des 19. Jahrhunderts und ist mit so schillernden Namen wie Edvard Munch, Wassily Kandinsky, Franz Marc, Paul Klee, August Macke, Gabriele Münter oder Oskar Kokoschka verbunden. Der Begriff ist abgeleitet vom lateinischen Substantiv expressio, der so viel wie 'Ausdruck' bedeutet. Der Wortherkunft entsprechend geht es den Künstlern des Expressionismus darum, ihre Gefühle nach außen auf die Leinwand zu bringen, ja, sie im wahrsten Sinne des Wortes auszudrücken. Hierin unterscheiden sie sie sich ganz klar von Impressionisten, die sich von äußeren Dingen zunächst beeindrucken lassen und diese Eindrücke sodann künstlerisch festhalten. Durch seinen Fokus auf subjektive Regungen und Emotionen gehört der Expressionismus zu den nicht-mimetischen Kunststilen, d.h. anders als Naturalisten ist es nicht das Anliegen der Expressionisten, eine möglichst getreue Nachahmung der Realität zu liefern.

Vielmehr betreiben sie mit großer Begeisterung Farb- und Formexperimente und sind bemüht, die traditionelle Zentralperspektive hinter sich zu lassen und neue Blickweisen zu eröffnen. Vor allem bei Neo-Expressionisten wie Jean-Michel Basquiat ist zudem eine Beeinflussung durch afrikanische Kunst zu beobachten, wodurch die Werke noch faszinierender wirken. Eben dieser Reichtum an Fantasie ist auch der Grund, warum zunehmend mehr Menschen ihr Zuhause mit expressionistischen oder expressionistisch angehauchten Bildern schmücken. Das geradezu kindliche Spiel mit Farben und Formen sowie die Lust, Ungewöhnliches auszuprobieren und Neues zu erfinden, machen den Expressionismus zu einem Kunststil, der statt Strenge und Regeln auf Individualität und Persönlichkeit setzt und so einfach mehr Leben in die eigenen vier Wände bringt.

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