Tipps zur Fotografie

Weißabgleich, Belichtungszeit & Co – Fachbegriffe einfach erklärt

von Alex Jacobi - 12 May, 2014

In Ihrem Bekanntenkreis unterhalten sich zwei Personen über Fotografie. Sie hören interessiert zu, aber verstehen leider kein Wort. Schade, denn eigentlich interessieren Sie sich für Fotografie. Damit Sie diese Situation ab sofort nicht mehr erleben und mitreden können, erklären wir Ihnen in diesem Blogartikel die wichtigsten Fachbegriffe der Fotografie...

Belichtungszeit

Die Belichtungszeit, auch Verschlusszeit genannt, gibt die Zeit an bei der die Blende der Kamera geöffnet ist und Licht auf den Sensor fällt. Dieser Zeitraum wird in den Einstellungen als Bruchteil von Sekunden wie z.B. 1/50 angezeigt.

Grundsätzlich ist es wichtig die Belichtungszeit von den Lichtverhältnissen abhängig zu machen. Außerdem beeinflussen die jeweilige Blende und Bewegung des Motivs die optimale Belichtungszeit.

Zusammenfassend kann ich Ihnen diese 3 Tipps zur richtigen Belichtungszeit geben:

  1. Je heller die Lichtverhältnisse, desto kürzer die Belichtungszeit.
  2. Je weiter die Blende geöffnet ist, desto kürzer muss die Belichtungszeit sein.
  3. Je mehr sich ein Objekt bewegt, desto kürzer muss die Belichtungszeit sein, um die Bewegung einzufrieren.

Blende

Die Funktion der Blende lässt sich wie folgt definieren: Sie bestimmt die Größe der Öffnung durch die das Licht auf die Linse der Kamera einfällt. Die Öffnung bzw. Weite der Blende ist als Zahl wie z.B. 2,8 übersetzt. Dabei stehen kleinere Zahlen für eine größere Blendenöffnung und größere Zahlen für eine kleinere Öffnung.

Brennweite

Die Brennweite gibt Aussage über die Funktionsmöglichkeiten des Objektivs – konkret gibt sie den Abstand zwischen Mittelpunkt der Linse und Sensor an. Dieser Abstand bestimmt wie das Objekt abgebildet wird. Als Beispiel bewirkt eine lange Brennweite, zum Beispiel 500mm, dass ein kleiner Bildausschnitt sehr groß abgebildet wird. Diese Brennweite ist typisch bei einem Teleobjektiv. Eine kurze Brennweite, beispielsweise 28 mm, zeigt einen großen Bildausschnitt in kleiner Abbildung - typisch beim Weitwinkelobjektiv. Grundsätzlich haben Zoom-Objektive einen Brennweiten-Bereich von 28mm bis 200mm. In der Funktion vereinen sie das Weitwinkel-, Normal- und Teleobjektiv.

Tiefenschärfe

Die Tiefenschärfe, auch Bokeh genannt, fokussiert einen bestimmten Punkt in einer Kulisse. Dabei wird alles, was in der gleichen Ebene mit diesem Punkt liegt, scharf abgebildet. Alles was davor und dahinter liegt, wird mit zunehmendem Abstand unschärfer. In Bezug auf die Brennweite lässt sich sagen: Je kleiner die Brennweite ist, desto größer ist die Schärfentiefe. Oder anders ausgedrückt - umso ein größerer Bereich wird scharf abgebildet.

ISO (ASA)

Dieser Wert gibt die Empfindlichkeit des Sensors (bei Analogkameras des Films) an. Im Normalfall liegt der ISO-Wert bei 100 bis 200. Je größer der Wert ist, desto empfindlicher reagiert der Sensor bzw. Film. Bei den meisten Digitalkameras können Sie diesen Wert einstellen. Aber Vorsicht – ein großer ISO-Wert führt schnell zu Bildrauschen, der sich als Körnung in der Aufnahme bemerkbar macht.

Weißabgleich

Hierbei handelt es sich um die korrekte Wiedergabe von Farben: Jede Farbe wirkt je nach Belichtung anders. Als Beispiel können Sie sich eine weiße Wand vorstellen, bei der das Weiß anders wirkt als wenn die gleiche Wand von einem Neonlicht angestrahlt wird. Deshalb muss die Kamera auf die jeweiligen Lichtverhältnisse angepasst sein, um am Ende eine Farbe auf einer Fotografie richtig festzuhalten - dies geschieht durch den Weißabgleich. Dieser kann automatisch oder manuell an der Kamera eingestellt werden.

Bildrauschen

Unter Bildrauschen können Sie feine Bildpunkte verstehen, die besonders in dunklen Bereichen auftreten und das Bild körnig aussehen lassen. Dies ist ein häufiges Problem bei Digitalkameras bei denen elektrische Signale auf den Lichteinfall am Sensor einwirken.

Allgemein lässt sich sagen, dass das Bildrauschen umso größer wird, je höher der eingestellte ISO-Wert ist. Der Grund dafür ist, dass die Signale entsprechend mehr verstärkt werden müssen. Außerdem führt auch eine Erwärmung des Sensors zu größerem Bildrauschen. Deshalb sollten Sie, wenn möglich, den Sucher Ihrer Kamera verwenden. Denn wird das Display verwendet, erwärmt sich der Sensor schneller.

Gute Fotos

Heutzutage lassen sich mit preiswerten Digitalkameras sehr gute Fotos machen! Dabei bieten sie eine Reihe von Automatikprogrammen, bei denen Sie nur noch einen kleinen Teil der Einstellungen manuell vornehmen musst.

So können Sie sich ganz auf das Fotografien konzentrieren!

Als Inspirationsquelle können Sie gerne durch unsere Motivauswahl von talentierten Künstlern stöbern, die eindrucksvolle Fotografien anbieten.