Wie entstehen Leinwandbilder?

Ann-Bettina Schmitz | 01.04.2014

Entstehung von Leinwandbildern Wenn Du Leinwandbilder hörst, denkst Du vielleicht zuerst an Museen, in denen Bilder von alten Meistern hängen. Die haben auf Leinwand gemalt, so, wie es auch heute noch Maler machen. Aber mittlerweile gibt es noch eine moderne Version: auf Leinwand gedruckte Bilder.

Was ist Leinwand überhaupt?

Leinwand ist ein Stoff, der ursprünglich aus Flachsfasern hergestellt wurde. Diese wurden gesponnen und dann zu einem Gewebe verarbeitet. Vor dem Bemalen musste dieser Stoff vorbehandelt werden. Dazu wurden Gemische aus streng geheimen Rezepturen verwendet. Anschließend wurde die Leinwand noch grundiert, bevor sie endlich bemalt werden konnte.

Heute wird Leinwand aus Baumwolle hergestellt. Das ist einfacher und daher auch billiger. Auch diese Leinwand wird grundiert. Die Art der Grundierung hat großen Einfluss darauf, wie die Farben wirken.

Wie wird ein gedrucktes Leinwandbild hergestellt?

Die Leinwand befindet sich auf großen Rollen, die in eine entsprechende Druckmaschine eingespannt werden. Die Bilder werden gedruckt und die Leinwand anschließend auf Maß zugeschnitten.

Die zugeschnittene, bedruckte Leinwand wird jetzt auf einen Keilrahmen aufgezogen. Dazu wird sie mit der Bildseite nach unten auf eine geeignete Fläche gelegt, der Keilrahmen wird mittig darauf positioniert und die Enden über den Rahmen gezogen und befestigt. Auch die Leinwand, die über den Rahmen gezogen wird und nachher den Bildrand bildet, ist bedruckt. Daher können diese Bilder gut ohne Bilderrahmen aufgehängt werden.

Der Rahmen wird aus gut abgelagertem Fichten- oder Kiefernholz hergestellt. Er besteht aus vier Einzelstücken, die durch Keile in den Ecken zusammengehalten werden. Diese Keile geben dem Rahmen seinen Namen und können später noch dazu verwendet werden, die Leinwand nachzuspannen.

Durch Temperaturunterschiede und die Aufnahme von Feuchtigkeit aus der Umgebungsluft kann sich die Leinwand mit der Zeit ausdehnen und so Falten werfen. Mit Hilfe der Keile des Rahmens kannst Du sie dann nachspannen. Dabei solltest Du aber vorsichtig sein, damit sie nicht reißt.

Statt auf einen Keilrahmen kann die Leinwand auch auf ein Holzbrett aufgezogen werden. Das funktioniert ähnlich wie beim Keilrahmen, nur dass es hierbei keine Möglichkeit des Nachspannens gibt.

Die so entstandenen Leinwandbilder wirken fast wie die gemalten alten Meister, nur mit leuchtenden Farben. Das liegt daran, dass die Leinwand die Farbe aufnimmt und die Struktur des Stoffes erhalten bleibt. Diese Bilder kannst Du natürlich nur in Innenräumen aufhängen, da Leinwand gegen Feuchtigkeit empfindlich ist. Wenn Du das Leinwandbild nicht gerade in die pralle Sonne hängst, bleiben die Farben jahrzehntelang frisch.

Hier sind einige Beispiele für solche Leinwandbilder

Leinwandbild Leuchtturm

Dieses Bild ist auf Leinwand gedruckt und dann auf eine 2,8 cm starke Holzplatte aufgezogen worden.

Leinwandbild Stier 70x100 cm

Dieses 70 x 100 cm große Bild ist auf Leinen gedruckt und auf einen Keilrahmen gespannt.

Leinwandbild Pflanzenmotiv

Pflanzenmotive eigenen sich besonders gut für eine Darstellung auf Leinwand.

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