Weißabgleich, Iso & Co – Fotografen-Fachchinesisch erklärt

Ann-Bettina Schmitz | 26.04.2014

Weißabgleich, Iso & CoIst Dir das auch schon mal passiert - da unterhalten sich zwei Fotografen über ihre Fotos, Du stehst dabei und verstehst so gut wie nichts? Damit Du demnächst mitreden kannst, habe ich hier mal ein paar der wichtigsten Fachbegriffe erklärt.

Belichtungszeit

Das ist noch am Einfachsten. Die Belichtungszeit ist die Zeit, in der die Blende geöffnet ist und so Licht auf den Sensor fällt. Sie wird in Bruchteilen von Sekunden angegeben, z. B. 1/50, 1/125. Welche Belichtungszeit Du wählen musst, hängt von den Lichtverhältnissen, der verwendeten Blende und eventuellen Bewegungen des Motivs ab. Die Belichtungszeit wird auch Verschlusszeit genannt.
Je heller es ist, desto mehr Licht fällt in derselben Zeit auf den Sensor → die Belichtungszeit kann kleiner sein.
Je größer die Blendenöffnung ist, desto mehr Licht kommt herein → die Belichtungszeit kann kleiner sein.
Bewegt sich ein Objekt, das Du fotografieren möchtest, sollte die Belichtungszeit möglichst klein sein, um die Bewegung einzufrieren.

Blende

Das ist schon etwas schwieriger. Die Blende bestimmt, wie groß die Öffnung ist, durch die Licht einfallen kann. So weit, so gut. Blenden werden als Kommazahlen angegeben, z.B. 2,8. Nun bedeutet aber eine kleinere Zahl eine größere Blendenöffnung und eine größere Zahl eine kleinere Öffnung. Das ist gewöhnungsbedürftig.

Brennweite

Die Brennweite macht eine Aussage über die Funktionsmöglichkeiten des Objektivs. Sie gibt den Abstand zwischen dem Mittelpunkt der Linse und dem Sensor an. Warum sollte Dich das interessieren? Dieser Abstand = die Brennweite bestimmt, wie das Objekt abgebildet wird. Eine lange Brennweite, z. B. 500 mm, sorgt dafür, dass ein kleiner Bildausschnitt sehr groß abgebildet wird. Das ist die Funktion eines Teleobjektivs. Eine kurze Brennweite, z. B. 28 mm, bewirkt, dass ein großer Bildausschnitt klein abgebildet wird. Das ist die Funktion eines Weitwinkelobjektivs. Zoom-Objektive haben einen Brennweiten-Bereich, z. B. von 28 mm – 200mm. Das heißt, sie vereinen die Funktionen eines Weitwinkel-, eines Normal- und eines Teleobjektivs in sich.

Tiefenschärfe

Tiefenschärfe wird auch Schärfentiefe genannt. Beim Fotografieren fokussiert man auf einen bestimmten Punkt. Alles, was in einer Ebene mit diesem Punkt liegt, wird scharf abgebildet. Dinge davor und dahinter werden mit zunehmendem Abstand unschärfer. Hierbei werden die Dinge hinter der Ebene schneller unscharf als die vor ihr. Je kleiner die Brennweite ist, desto größer ist die Schärfentiefe, d. h. ein umso größerer Bereich wird scharf abgebildet.

ISO (ASA)

Dieser Wert gibt die Empfindlichkeit des Sensors (bei Analogkameras des Films) an. Im Normalfall liegt der ISO-Wert bei 100 bis 200. Je größer der Wert ist, desto empfindlicher reagiert der Sensor, bzw. der Film. Bei den meisten Digitalkameras kannst Du diesen Wert einstellen. Aber Vorsicht – ein zu großer ISO-Wert führt schnell zu Bildrauschen, das sich in einer Körnigkeit der Aufnahme bemerkbar macht.

Weißabgleich

Hierbei geht es um die korrekte Wiedergabe der Farben. Farben sehen bei unterschiedlicher Beleuchtung verschieden aus. Wird eine weiße Wand von der Sonne beschienen, wirkt sie anders als wenn sie von Neonlicht angestrahlt oder von einer Kerze beleuchtet wird. Damit die Wand in allen Fällen weiß erscheint, muss sich die Kamera sozusagen auf die Lichtverhältnisse einstellen. Dies geschieht durch den Weißabgleich. Dieser kann von der Kamera automatisch vorgenommen oder von Dir manuell ausgeführt werden.

Bildrauschen

Unter Bildrauschen versteht man feine Punkte, die vor allem in dunklen Bildbereichen auftreten und das Bild körnig aussehen lassen. Dies ist ein Problem der Digitalkameras und entsteht durch die Verstärkung der elektrischen Signale, die der Sensor aus dem einfallenden Licht produziert. Das Bildrauschen wird umso größer, je höher der eingestellte ISO-Wert ist, da die Signale entsprechend mehr verstärkt werden müssen. Auch eine Erwärmung des Sensors führt zu größerem Bildrauschen. Hat Deine Kamera einen Sucher, ist es günstiger, diesen zu verwenden. Wird das Display verwendet, erwärmt sich der Sensor schneller.

Gute Fotos

Moderne Digitalkameras helfen Dir dabei gute Fotos zu machen. Sie bieten eine Reihe von Automatikprogrammen, bei denen Du dann nur noch einen Teil der Einstellungen vornehmen musst. Den Rest übernimmt dann die Kamera. Wenn Dir dann einige richtig gute Fotos gelungen sind, könntest Du z. B. das Folgende damit machen:

Wandbild Holzbrett

Sie auf ein Holzbrett drucken lassen. Damit hast Du ein wirklich ungewöhnliches Wandbild.

Wandbild Glasbild

Oder Du lässt daraus ein Glasbild machen.

Wandbild Leinwandbild

Oder wie wäre es mit einem Leinwandbild, hergestellt aus Deinem Foto?

Wandgarderobe

Du könntest Dein Foto auch zur Verzierung einer Garderobe nutzen.

Weitere Ideen findest Du im Artgalerie Bildershop

Wusstest Du schon, dass Du alle Bildmotive im Artgalerie-Bildershop auch als kostenlose eCard verschicken kannst? Wie das genau funktioniert, kannst Du hier lesen.