Tolle Fotos im Sommerlicht

Judith van Bonn | 01.07.2016

Fotos im Sommerlicht

Sommer, das ist die Zeit eines strahlend blauen Himmels, viel Sonne und tollen Lichtsituationen. Mit schönen Sommerfotos lässt sich diese Stimmung einfangen. Doch gerade beim Fotografieren stellt uns das Sommerlicht vor einige Herausforderungen. Am Morgen ist das Licht oft diffus, zur Mittagszeit dagegen sehr grell und abends hat man meist Gegenlicht oder es ist zu dunkel. Fotografieren im Licht des Sommers ist gar nicht so einfach. Damit Ihnen zu jeder Tageszeit die schönsten Sommerfotos gelingen, haben wir ein paar Tipps zusammengestellt.

Lange Tage bringen viel Licht
Im Sommer sind die Tage lang und es gibt viel Licht. Geht es ums Fotografieren, dann hat die Sommersonne Vor- und Nachteile. Vorteilhaft ist natürlich das viele Licht. So ist es beispielsweise wesentlich einfacher aus der Hand zu fotografieren. Wird für manche Motive sonst ein Stativ benötigt, gibt es jetzt ausreichend Helligkeit und man muss keine Angst vor verwackelten Bildern haben. Der Nachteil ist allerdings, dass es gerade zur Mittagszeit und bei wolkenlosem Himmel nicht nur ziemlich warm werden kann, auch das Licht ist dann sehr starr und wirft harte Schatten.

Wald im Gegenlicht


Goldener Morgen
Früh aufstehen, um draußen zu fotografieren, lohnt sich im Sommer. Die Stunde vor dem Sonnenaufgang wird auch als goldene Stunde bezeichnet, denn jetzt ist die Lichtstimmung besonders schön und alles wird in ein goldenes Licht getaucht. Gleiches gilt übrigens auch für die Stunde direkt nach Sonnenuntergang. Leichter Dunst und Nebel hängen in der Landschaft, die ersten Sonnenstrahlen bahnen sich ihren Weg und Morgentau glitzert überall. Zu dieser Tageszeit können Sie traumhafte Landschaftsaufnahmen machen. Und die tiefstehende Sonne zaubert einen märchenhaften Look auf die Fotos.
Auch im Tierreich ist morgens oft einiges los. Viele Tiere erwachen und genießen die erste Sonne des Tages, während Nachtschwärmer sich zur Ruhe begeben. Mit etwas Glück bekommen Sie am frühen Morgen einige Tiere vor die Linse.

Goldener Morgen


Spannende Kontraste zur Mittagszeit
Mittags strahlt die Sonne im Sommer sehr kräftig und das direkte Licht erzeugt harte, kurze Schatten. Der Kontrast zwischen Licht und Schatten ist jetzt ziemlich stark, was man beim Fotografieren beachten sollte. Ist bei einem Motiv der Unterschied zwischen hellen und dunklen Bereichen zu groß, passiert es schnell, dass auf dem Foto wichtige Bereiche über- oder unterbelichtet sind. Hier muss man Kompromisse eingehen undman sollte darauf achten, dass der Belichtungsmesser der Kamera in dem Bereich des Motivs misst, welcher betont werden soll. So wird das Motiv korrekt belichtet. Die starken Kontraste können auch tolle Effekte ergeben. Lichtstrahlen die durch das Blätterdach fallen, Schattenspiele oder glitzernde Reflexionen ergeben tolle Muster und Strukturen für spannende Bilder.
Menschen in der Mittagssonne zu fotografieren erfordert einiges an Geschick. Gesichter werden leicht zu hell oder haben ungünstige Schatten. Idealerweise steht die fotografierte Person mit dem Gesicht zur Sonne, so dass eine gleichmäßige Ausleuchtung erreicht wird. Um unschöne Aufnahmen mit zusammengekniffenen Augen zu vermeiden, sollten Sie allerdings eine direkte Sonneneinstrahlung abschirmen. Das klappt zum Beispiel mit Hilfe eines Sonnen- oder Regenschirms. Befindet sich die fotografierte Person im Schatten, messen Sie die richtige Belichtung immer im Gesicht. Seitliche Sonneneinstrahlung erzeugt dagegen im Gesicht harte Schlagschatten, was Sie für interessante Porträtfotos nutzen können.

Kontraste zur Mittagszeit


Weiches Licht am Abend
Am späten Nachmittag ist das Licht im Sommer meist ideal für Fotos. Denn je später der Tag, desto weicher wird das Licht und die Schatten sind nicht mehr so ausgeprägt. Die Stunde nach Sonnenuntergang beschert noch einmal ein einzigartiges Farbschauspiel.
Fotografieren Sie am Nachmittag oder Abend Landschaften, dann sind die Konturen der Umgebung meist besonders schön zu erkennen. Das Licht wirft lange Schatten und Strukturen von Oberflächen werden deutlich sichtbar. Satte Farben scheinen regelrecht zu strahlen und spiegeln mit einem tollen Farbspiel unverkennbar die Sommerstimmung wider. Das weiche Licht ist jetzt auch ideal, um Personen zu fotografieren. Der Blick Richtung Sonne fällt einfacher, die Augen müssen nicht mehr so stark zusammengekniffen werden und der Hautton strahlt.
Nun ist auch der richtige Zeitpunkt für spektakuläre Gegenlichtaufnahmen, also Fotos die gegen die Sonne aufgenommen werden. Die Motive sind auf diesen Fotos nur als schwarze Silhouette zu erkennen, während die Farben des Himmels bei Sonnenuntergang strahlen. Generell bei Gegenlichtaufnahmen, egal zu welcher Tageszeit, bitte immer darauf achten, dass Sie nie direkt in die Sonne blicken. Selbst wenn der Sucher von der Kamera noch dazwischen ist, kann die direkte Sonneneinstrahlung den Augen schaden. Bei einer Langzeitbelichtung sollte auch die Kamera selbst nicht direkt auf die Sonne gerichtet werden. Durch Überhitzung im Inneren kann sonst der Kamerasensor beschädigt werden.

Weiches Licht am Abend


Beobachten Sie
Haben Sie ein bestimmtes Motiv für ein Foto gefunden und etwas Zeit, dann lohnt es sich auf jeden Fall die verschiedenen Lichtsituationen, die sich beim Motiv über den Tag verteilt ergeben, zu beobachten. So können Sie herausfinden, zu welcher Tageszeit besonders gute Lichtverhältnisse herrschen.

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