Ruhig und ausgeglichen - der asiatische Einrichtungsstil

Judith van Bonn | 16.09.2016

asiatischerEinrichtungsstil

Schlichtheit, Klarheit und Natürlichkeit - diese drei Stichworte beschreiben den asiatischen Einrichtungsstil wohl am besten. Alles wirkt luftig und hell, die Räume werden auf das Wesentliche reduziert.

Geprägt wird der asiatische Wohnstil durch Einflüsse aus den verschiedensten asiatischen Ländern,von Indien und Nepal, über China und Japan, bis hin zu den Ländern Südostasiens. Ob bei der Einrichtung nach Feng Shui, der Zen-Stil oder Accessoires im asiatischen Stil gefragt wird: Der für uns Ferne Osten übt eine große Faszination aus, die man sich auch in die eigenen vier Wände holen kann.

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Dezente Farben stehen im Vordergrund
Generell sind beim asiatischen Einrichtungsstil Naturmaterialien und warme Naturtöne ein Muss. Bei der Gestaltung der Wände dominieren helle und ruhige Farben wie Weiß oder Creme. Farbige Dekorationen setzen schöne Akzente. In Japan sind Rot, Schwarz oder Weiß besonders beliebt. Schön dazu sind Gold oder Gelb, was besonders in China eine wichtige Rolle spielt und für Ausgeglichenheit steht. Kombinationen aus Weiß, Anthrazit sowie Wenge (ein tiefes Braun) prägen den Zen-Stil. Knallige Farben oder auffällige Muster sucht man vergebens, es dominieren dezente und zurückhaltende Farben. Eine Ausnahme ist die indische Stilrichtung. Hier geht es farbenfroh und durchaus opulent zu. Damit es nicht zu viel wird, sollte man die leuchtenden Farben mit Pastelltönen kombinieren.



Valentinstag

Edle Hölzer und kunstvolle Accessoires
Dunkles und edles Holz bei der Einrichtung ergeben einen schönen Kontrast zu dezenten Farben. Holzmöbel aus Bambus - dem am schnellsten nachwachsenden Rohstoff - Schwarz-, Sandel- oder Mangoholz passen perfekt. Ein Klassiker aus China ist Ulmenholz. Aus ihm werden die traditionellen chinesischen Hochzeitsschränke gefertigt. Diese mit Lackfarben bemalten Schränke kommen ganz ohne Schrauben und Nägel aus.

Tische sind meist bodennah. Sitzgelegenheiten wie Futons, ­Sitzkissen und einfache Matten, genannt Tatamis, runden das Ganze ab. In Japan dienen oft mit Shoji-Papier bespannte Paravents als Raumteiler. Bei Bedarf können sie schnell und einfach zusammengeschoben werden. Mit Lampions aus Papier lassen sich schöne Lichtakzente setzen.

Weitere Accessoires wie Steine oder Grünpflanzen passen ebenfalls perfekt in die schlichte und ruhige Atmosphäre des asiatischen Stils. Blüten wie Kirsche, Lotus oder Orchidee sehen nicht nur in der Realität schön aus. Auf feinem japanischem Porzellan wirken sie besonders filigran.

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Kalligrafie und Tradition
Kultur und Religion spielen in vielen Ländern Asiens eine große Rolle. In Asien entwickelte sich sehr früh die Schrift. Asiatische Schriftzeichen sind ein wichtiges Stilmittel, das nicht fehlen sollte. Ob auf Bildern, Lampions oder direkt auf die Wand gemalt, die kunstvollen Zeichen geben einem Raum den letzten Schliff.

Symbolträchtige Figuren wie Buddha oder die hinduistische Gottheit Shiva werden als Bilder oder Statuen integriert. Ein wichtiges Element ist außerdem der Drache. Er ist Schutzpatron, Gottheit und Gestaltwandler in einem und ziert häufig Porzellan oder Lampions. Bilder oder Gemälde von Natur und Menschen aus dem asiatischen Raum runden den Stil ab.


Das Wichtigste zum Schluss
Beim asiatischen Einrichtungsstil trifft das Sprichwort “Weniger ist mehr” auf jeden Fall zu. Denn schon bei Feng Shui gilt: ein harmonisches Umfeld wirkt sich positiv auf unser Wohlbefinden aus. Und um dafür eine Grundlage zu schaffen, ist es wichtig die Räume nicht zu überladen.


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