Tipps zur Fotografie

10 Tipps zur Tierfotografie

von Ann-Bettina Schmitz - 26 Mar, 2014

Tiere zu fotografieren ist gar nicht so einfach. Sie sind oft unberechenbar, schnell, scheu und werden leicht verscheucht. Da braucht es schon einiges an Geschick und auch Glück. Doch wie schaffen es Fotografen, so tolle Tierfotos zu machen? Wir verraten Ihnen 10 Tipps der Profis:

Tipp 1: Geduld mitbringen

Das Verhalten von Tieren lässt sich nur schwer vorhersehen und man weiß nie, wie lange es dauert ein gutes Foto zu schießen. Oder ob überhaupt ein Tier vor der Linse auftaucht. Das gilt sowohl für scheue Wildtiere, als auch Haustiere. Geduld ist daher in der Tierfotografie das Wichtigste. Um im richtigen Moment auf den Auslöser zu drücken, beobachten Sie die Tiere aufmerksam. Es will nicht klappen? Nicht ärgern, versuchen Sie es zu einer anderen Zeit oder an einem anderen Ort.

Tipp 2: Gute Vorbereitung

Eine gute Vorbereitung erhöht die Chancen für ein gutes Foto. Informieren Sie sich über die Tiere, die Sie fotografieren möchten. Zu welchen Zeiten sind sie aktiv? Wie groß ist ihre Fluchtdistanz? Sind sie eher scheu oder können Sie näher an sie heran? Je mehr Sie über die Tiere wissen, desto besser können Sie ihr Verhalten abschätzen und sich daran anpassen.

Tipp 3: Die Umgebung

Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu fotografieren ist am schönsten, jedoch nicht immer möglich. Versuchen Sie bei Zootieren möglichst Gitterstäbe oder Zäune im Bild zu vermeiden. Haustiere fotografieren Sie am besten an ihrem Lieblingsplatz. Damit nichts von den Tieren ablenkt, achten Sie auf einen ruhigen Hintergrund. Beobachten Sie, an welcher Stelle sich die Tiere bevorzugt aufhalten. Sie möchten zum Beispiel Vögel an einem Futterhäuschen fotografieren? Dann platzieren Sie sich mit der Kamera so, dass Sie die Einflugschneise der Vögel gut im Blick haben.

Tipp 4: Geeignete Lichtverhältnisse

Für ein gutes Foto ist das richtige Licht ausschlaggebend. Vermeiden Sie grelle Mittagssonne und Gegenlicht. Rund um Sonnenaufgang und Sonnenuntergang sind die Lichtverhältnisse am schönsten. Gerade morgens sind viele Tiere besonders aktiv. Ganz wichtig: Tiere niemals direkt mit einem Blitz abblitzen. Dadurch werden sie geblendet und erschrecken sich.

Tipp 5: Die Ausrüstung

Die Qualität von Kameras und Objektiven ist mittlerweile so gut, dass Sie selbst mit einer günstigen Ausrüstung tolle Fotos machen können. Wenn Sie bevorzugt Wildtiere fotografieren, ist ein Teleobjektiv vorteilhaft, um Ihre Motive nah heranzuholen. Gegen verwackelte Bilder hilft ein Stativ. Und auch ein Fernauslöser kann hilfreich sein, da Sie keinen Druck auf den Auslöser ausüben. Gleichzeitig können Sie sich so etwas von der Kamera entfernen und die Tiere sind weniger beunruhigt.

Tipp 6: Nützliche Kameraeinstellungen

Die meisten Kameras haben einen Bildstabilisator. Er verhindert, dass kleine Bewegungen beim Auslösen zu unscharfen Bildern führen. Beim Scharfstellen oder Auslösen geben Kameras außerdem oft ein Piepsen oder Klicken von sich. Tiere lassen sich dadurch schnell erschrecken oder vertreiben. Wenn möglich, schalten Sie jegliche Geräusche Ihrer Kamera aus.

Tipp 7: Auswahl des Motivs

Auch in der Tierfotografie ist die Motivauswahl entscheidend für eine gute Aufnahme. Überlegen Sie sich, welcher Bildausschnitt sinnvoll und spannend ist. Dabei muss ihr Motiv nicht zwingend in der Bildmitte sein. Tiere, die vom Rand in die Bildmitte blicken oder sich dorthin bewegen, ergeben ebenfalls spannende Bilder.

Tipp 8: Nahaufnahmen

Nahaufnahmen zeigen charakteristische Details von Tieren und ergeben spannende Fotos. Dafür eignet sich der Porträtmodus bei Kameras. Alternativ können Sie auch mit einer großen Blende arbeiten. In beiden Fällen wird das Motiv scharf abgebildet, während der Hintergrund unscharf wird. Bei Aufnahmen im Zoo können Sie damit zudem Gitterstäbe und Zaunmaschen im Vordergrund ausblenden.

Tipp 9: Die Perspektive

Für ansprechende Tierfotos fotografieren Sie Ihre Motive auf Augenhöhe oder von etwas weiter unten. Dadurch erzeugen die Bilder eine größere emotionale Nähe zum Tier. Achten Sie zudem darauf, dass die Augen der Tiere scharf abgebildet werden. Denn genau wie bei Menschen, schauen wir auch Tieren zuerst in die Augen.

Tipp 10: Schnellauslöser

In der Natur verhalten sich wilde Tiere in den meisten Fällen sehr scheu - daher ist es wichtig eine große Speicherkarte zu benutzen und den Auslöser der Kamera durchgehend gedrückt zu halten. So haben Sie die größte Chance das Tier genau im richtigen Moment einzufangen. Alternativ können Sie auch einen Selbstauslöser einsetzen, der in regelmäßigen Abständen eine ausgewählte Anzahl an Fotos schießt. Für scharfe Bilder sollte der kontinuierliche Autofokus sowie eine geringe Verschlusszeit eingeschaltet sein. Viele Kameras besitzen einen Sport- oder Bewegungsmodus, der für bewegte Aufnahmen genau die richtigen Voreinstellungen hat.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

P.S.

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